Doch nicht mehr so fest im Sattel?
Nach Leipzig-Blamage: Zukunft von SGE-Boss Krösche ungewiss
Foto: picture alliance / osnapix / Marcus Hirnschal | Marcus Hirnschal
13.10.2026 / FRANKFURT AM MAIN -
Nach dem Super-GAU, den Eintracht Frankfurt beim Auswärtsspiel gegen RB Leipzig erlebte, werden nun die Diskussionen laut. Bisher läuft die Saison der SGE gar nicht, man steht auf dem 14. Tabellenplatz, hat erst ein Spiel in der laufenden Saison gewonnen. Grund dafür laut der Masse an Fußballexperten, die sich zu sämtlichen Debatten äußern: fehlende Qualität der Transfers respektive fehlende Transfers.
Dafür "verantwortlich" der jahrelang in den Himmel gelobte Eintracht-Boss Markus Krösche. Die "BILD" berichtete bereits vor dem Lapsus gegen Rasenballsport von "geheimen Boss-Plänen".
Wie der hr-sport berichtet, fiel das Urteil über Krösches Transferphase schon am Tag nach dem Deadline Day deutlich aus. Andere Medien bewerteten die Arbeit des 46-Jährigen milder, vor allem als Verkäufer. Tatsächlich erzielte er den vom Aufsichtsrat geforderten Transferüberschuss. Die sportliche Zusammenstellung des Kaders wirft aber Fragen auf.
Defensive Schwachstellen
Die Schwachstellen liegen offen erkenntlich in der Defensive. Auf den Außenpositionen fehlt die Stabilität, in der Innenverteidigung noch mehr. Weder Nathaniel Brown noch Rasmus Kristensen wurden adäquat ersetzt, und für Kapitän Robin Koch gibt es keine echte Alternative. Selbst das defensive Mittelfeld mit Raphael Onyedika und Noel Aseko, für die zusammen über 20 Millionen Euro flossen, überzeugt nicht konstant. Dazu kommt Ersatzverteidiger Otavio für knapp fünf Millionen.Eine Schlüsselrolle kommt Präsident und Aufsichtsratschef Mathias Beck zu, der bei der Mitgliederversammlung ohne Gegenkandidaten antritt. Zuletzt versicherte er gegenüber dem Wiesbadener Kurier, man stehe mit Krösche in engem Austausch und habe keinen Anlass, die Vertragsbasis anzuzweifeln. (Nicolas Kraus)+++