Millionenschaden durch Cyberattacke
Hackerangriff auf hunderte französiche Supermärkte: Kühltheken aufgeheizt
Symbolbild: Pixabay
12.10.2026 / FRANKREICH -
Ein immenser Schaden ist in der Nacht zum Montag durch einen Hackerangriff auf eine Vielzahl französischer Supermärkte entstanden: Die unbekannten Kriminellen manipulierten die Tiefkühltruhen in Hunderten von Supermärkten, indem sie deren Temperaturregler von Minus- auf Plusgrade veränderten. Bei bis zu 50 Grad plus taute die dort gelagerte Ware in den Geräten sofort auf und verdarb. Das berichten mehrere französische Medien übereinstimmend. Auf diese Weise sei vermutlich ein Schaden in Millionenhöhe entstanden, berichtet der Sender BFM.
Tonnenweise Lebensmittel waren durch die "Hitze-Attacke" verdorben und mussten im Müll entsorgt werden. Es habe sich dabei um einen "groß angelegten Cyber-Angriff auf die vernetzten Kühlsysteme mehrerer großer Lebensmittelmärkte im ganzen Land" gehandelt, erklärte die zuständige Staatsanwaltschaft in Paris. Betroffen waren demnach bis zu 200 Intermarché-Filialen sowie knapp 100 Märkte von Coopérative U in ganz Frankreich. Auch Supermärkte der Unternehmen E. Leclerc, Monoprix und Carrefour sollen betroffen sein. Die sabotierten Tiefkühlgeräte stammen dem Bericht nach alle vom dänischen Hersteller Danfoss.