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Klinikum stärkt Lungenmedizin

Ekaterina Krauss ist die neue Chefärztin der Pneumologie

PD Dr. med. Ekaterina Krauss, Chefärztin der Pneumologie und Stefan Gröger, Geschäftsführer Klinikum Hanau.
Foto: Klinikum Hanau

12.10.2026 / HANAU - Seit dem 1. September 2026 ist PD Dr. med. Ekaterina Krauss Chefärztin der Pneumologie am Klinikum Hanau. PD Dr. med. Krauss ist auf interstitielle und seltene Lungenerkrankungen spezialisiert. Als Principal Investigator der europäischen Register eurILDreg und eurIPFreg ist sie wissenschaftlich tätig und über die Justus-Liebig-Universität Gießen mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung verbunden.



Die Stadt Hanau begrüßt die Weiterentwicklung der Pneumologie am Klinikum. "Die Stärkung der Pneumologie ist ein wichtiger Schritt für den Gesundheitsstandort Hanau", sagt Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri. "Das Klinikum investiert damit in die Patientenversorgung von heute und in die Fachkräfte von morgen."

"Wir möchten für Menschen mit Lungenerkrankungen in Hanau eine gut abgestimmte Versorgung mit kurzen Behandlungswegen schaffen. Zudem möchten wir zukünftig das gesamte Spektrum akuter und chronischer Erkrankungen der Lunge, der Atemwege, der Pleura und des pulmonalen Gefäßsystems sowie schlaf- und beatmungsmedizinischer Krankheitsbilder diagnostizieren und die entsprechenden Therapien etablieren. Die pneumologische Funktionseinheit ist modern ausgestattet. Unsere Endoskopieabteilung deckt das gesamte Spektrum aktueller diagnostischer und therapeutischer Verfahren ab", sagt PD Dr. med. Krauss.

"Wir arbeiten eng mit den Hausärztinnen und Hausärzten, den niedergelassenen Pneumologinnen und Pneumologen sowie den anderen Fachabteilungen in unserem Haus zusammen. Zusätzlich gewährleisten wir die Einbindung in die Diagnostik schlafbezogener Atemstörungen mittels Polygraphie sowie die Einleitung, Überwachung und Therapieoptimierung der nichtinvasiven Beatmungstherapie bei chronischer ventilatorischer Insuffizienz. Durch die kurzen interdisziplinären Wege in unserem Haus können Diagnosen frühzeitig gestellt und Therapien zeitnah eingeleitet werden. Nach dem stationären Aufenthalt kehren die Patientinnen und Patienten in die Betreuung ihrer behandelnden Ärztinnen und Ärzte zurück."

Klinikum erweitert Angebot für Menschen mit Lungenerkrankungen

Zugleich hat die Pneumologie die Befugnis zur Weiterbildung für Innere Medizin und Pneumologie über 24 Monate erhalten. Damit erweitert das Klinikum sein Angebot für Menschen mit Lungenerkrankungen und bietet Assistenzärztinnen und Assistenzärzten in der Region eine attraktive Möglichkeit, einen bedeutenden Teil ihrer Facharztausbildung in einem hochqualifizierten Team zu absolvieren. "Für uns ist das Auftrag und Chance zugleich", sagt Oberärztin und Weiterbildungsbevollmächtigte Robina Bashary-Nadjmabadi. "Die Pneumologie verbindet Akut- und Intensivmedizin, moderne interventionelle Verfahren zur Abklärung von Lungenerkrankungen und unklaren Lungenrundherden und ebnet zugleich einen Teil des Weges für die langfristige Betreuung chronisch kranker Menschen. Diese Vielfalt möchten wir jungen Kolleginnen und Kollegen vermitteln."

Lungenerkrankungen sind häufig. Nach Daten des Robert Koch-Instituts gaben 2019 rund acht Prozent der Erwachsenen in Deutschland an, an Asthma erkrankt zu sein; bei Menschen ab 45 Jahren lag die Häufigkeit der COPD bei 8,5 Prozent. Mit den wachsenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten steigt zugleich der Bedarf an pneumologischen Fachärztinnen und Fachärzten.

Die neue chefärztliche Leitung und die Weiterbildungsermächtigung stärken aus Sicht des Klinikums sowohl die Patientenversorgung als auch die medizinische Ausbildung. "Krankenhäuser sind Orte der Versorgung und der Ausbildung", betont Geschäftsführer Stefan Gröger. "Mit der neuen chefärztlichen Leitung entwickeln wir die Pneumologie als eigenständigen Schwerpunkt weiter und bilden zugleich dringend benötigten Nachwuchs aus. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten in Hanau und der gesamten Region." (pg/pm) +++

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