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Ein Ort der Gemeinschaft

Benannt nach Rhönmaler Paul Klüber: Kleinsassen hat einen neuen Dorfplatz

Projektleiter Klaus Huder (links), Hofbiebers 1. Beigeordneter Florian Wehner (Mitte) und Alfred Weber, Ortsvorsteher von Kleinsassen/Schackau, bei der Durchtrennung des roten Bandes und damit der offiziellen Eröffnung des Paul-Klüber-Platzes.
Fotos: RD

11.10.2026 / HOFBIEBER - "Wir brauchten einen Platz zum Treffen außerhalb des Friedhofs", meinte Projektleiter Klaus Huder scherzhaft bei der Einweihung des neuen, am Gemeinschaftshaus gelegenen Dorfplatzes - benannt nach dem berühmtesten Sohn des am Fuße der Milseburg liegenden Malerdorfs, Rhönmaler Paul Klüber (1904 -1945).



Die Inspiration zu diesem Platz, so Regina Goldbach vom Projektteam, lieferte die anlässlich der 650-Jahrfeier im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Ideenbox, aus der sich unter 44 Vorschlägen die Neugestaltung eines Dorfplatzes als wichtigste und sinnvollste Maßnahme herauskristallisierte.

Spenden, Ehrenamt und harte Arbeit

In einer "Rekordzeit" von gerade einmal dreieinhalb Monaten vom Abriss der alten Mauer aus den 1960er-Jahren samt Erdabtrag mit Rodung der nicht mehr zeitgemäßen Bepflanzung bis zur Einweihung wurde das Projekt mithilfe von rund 400 Stunden ehrenamtlicher Arbeit erstellt.

"Finanziert haben wir den Platz durch den Gewinn aus der 650-Jahrfeier, Fördergeldern aus dem Regionalfond "Rhön", Spenden, Sachspenden sowie Unterstützung vom Bauamt der Gemeinde Hofbieber", verriet Regina Goldbach. Und an Architekt und Projektentwickler David Körper gerichtet: "David, dir ist eine Glanzleistung gelungen."

Für Hofbiebers Beigeordneten Florian Wehner steht der Platz sinnbildlich für eine gelebte Dorfgemeinschaft: "Es ist ein lebenswerter Platz, um sich zu treffen." Kleinsassens Ortsvorsteher Alfred Weber, der selbst eifrig am Gelingen mitgewirkt hat, gestand, dem Vorhaben angesichts der bevorstehenden Kosten zunächst skeptisch gegenübergestanden zu haben: "Man denke an die explodierenden Kosten der Hamburger Elbphilharmonie. Aber letztlich hat es doch ganz gut funktioniert, und ich werde nächste Woche sozusagen als Willkommensgruß eine Kiste Bier, eine Kiste mit alkoholfreien Getränken und für mich eine Cola hinstellen."

Die Einweihung wurde von dem aus Kleinsassen stammenden Pfarrer Willi Schmitt vorgenommen. Dieser betonte das Miteinander und dass es wichtig sei, dass Kleinsassen nun einen Platz in der Mitte des Dorfes habe, wo eine geschichtliche Person hervorgehoben werde, die Bedeutung für den Ort habe: "Dieser Platz soll Begegnung schaffen für Einheimische wie Gäste und damit unserem Ort noch mehr das Gefühl verleihen, dass er hier willkommen ist."

David Körper, auf dessen Schultern die Hauptlast bei der Umsetzung lag, sprach am Ende aus, was wohl alle Mitwirkenden des Projekts gleichermaßen empfanden: "Es war eine schöne Zeit. Die Zusammenarbeit war großartig." (pg/pm) +++

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