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Auf Streifzug zwischen zwei Ländern

Wölfin bleibt der Region treu: Neues Wolfsrevier bei Heringen ausgewiesen

Neues Wolfsterritorium im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gemeldet
Foto: Axel Gomille

09.10.2026 / REGION HEF-ROF - Die im vergangenen Jahr mehrfach genetisch nachgewiesene Fähe GW4868f gilt nun als sesshaft. Das neue Territorium "Heringen (Werra) (HEW)" wird für das vergangene und laufende Monitoringjahr ausgewiesen.



Die in Thüringen im Jahr 2024 geborene Fähe (weiblicher Wolf) GW4868f wurde in Hessen erstmals am 17. September 2025 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg genetisch nachgewiesen. Weitere Nachweise folgten im selben Gebiet an Wildtierrissen und einem Nutztierschaden.

Gemäß den bundesweit einheitlichen Monitoringstandards ist ein neues Territorium auszuweisen, wenn ein Individuum mindestens sechs Monate in einem für die Art typischen Streifgebiet mehrfach genetisch nachgewiesen wird, teilt das Wolfszentrum Hessen mit.

Wölfin in der Nähe der Landesgrenze unterwegs

Im April 2026 wurde GW4868f zweimal in Thüringen deutlich außerhalb ihres bisherigen Schwerpunktgebiets nachgewiesen. Da anschließend zunächst keine weiteren Nachweise vorlagen, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend zu beurteilen, ob es sich um vorübergehende Exkursionen oder um eine dauerhafte Verlagerung des genutzten Gebiets handelte.

Der erneute Nachweis vom 14. September 2026 in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze zeigt nun, dass die Fähe in ihr bisheriges Schwerpunktgebiet zurückgekehrt ist. Die Nachweise aus dem April 2026 werden daher als vorübergehende Exkursionen eingeordnet.

Grenzübergreifendes Territorium

Auf Grundlage der Nachweise wird das Territorium rückwirkend für das Monitoringjahr 2025/26 sowie für das laufende Monitoringjahr 2026/27 ausgewiesen. Das Territorium wird als grenzübergreifend zwischen Hessen und Thüringen geführt und erhält den Namen "Heringen (Werra)" (HEW). Die Zählung erfolgt in Hessen.

Weiter schreibt das Wolfszentrum: "Wir möchten darauf hinweisen, dass es aus fachlicher Sicht keinen Grund gibt, aufgrund der Anwesenheit von Wölfen in einem Gebiet auf Erholung im Wald zu verzichten."

Das Wolfszentrum Hessen beobachtet die Situation im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aufmerksam und bittet die Bevölkerung alle Hinweise mit Verdacht auf einen Wolf (Sichtungen, Fotos oder sonstige Hinweise) beim Wolfszentrum Hessen zu melden. Meldeportal: monitoring.wolfszentrum.hessen.de (ksk/pm) +++

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