Schließung Ende 2027
OPmobility-Werk in Sterbfritz vor dem Aus - 300 Mitarbeiter betroffen
Fotos: Andreas Bejm
09.10.2026 / SINNTAL -
Die Lage in der deutschen Wirtschaft wird immer dramatischer, auch wenn die Bundesregierung die Konjunkturprognose wieder angehoben hat. Jetzt kündigte das nächste Unternehmen drastische Einschnitte an. Auch Osthessen ist davon betroffen. OPmobility, ein Automobilzulieferer mit Sitz in Levallois-Perret bei Paris, muss Stellen abbauen. Darunter auch viele in Deutschland, unter anderem in Sinntal-Sterbfritz (Main-Kinzig-Kreis). Das kündigt das Unternehmen in einer Pressemeldung an.
"Die globale Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Dieser ist geprägt von rückläufigen Produktionsvolumina und zunehmendem Wettbewerb. Chinesische Hersteller gewinnen an Bedeutung, während westliche Unternehmen ihre industriellen Strukturen an technologische und regulatorische Veränderungen sowie an veränderte Erwartungen der Verbraucher anpassen", schreibt OPmobility in einer Pressemeldung.
In Deutschland prüft der Konzern, die Produktion aus seinem Werk für Außenbauteile in Sterbfritz an andere deutsche Standorte zu verlagern. Damit soll die Auslastung der Anlagen optimiert werden. Hintergrund sind Überkapazitäten in der Industrie und ein deutlicher Rückgang der Automobilproduktion. Wie viele Mitarbeiter dort genau betroffen sind, ist unklar - laut O|N-Informationen arbeiten im Werk in Sterbfritz rund 300 Menschen.
In Frankreich plant OPmobility, die Produktionskapazitäten an seinem Standort Flers-en-Escrebieux im Norden des Landes an die veränderte Aktivität seiner Kunden anzupassen. Die geplanten Maßnahmen würden zu einem Abbau von rund 460 Stellen in Deutschland und 310 Stellen in Frankreich führen. Sie sollen entsprechend den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen, im Rahmen eines verantwortungsvollen sozialen Dialogs und im Einklang mit den Verpflichtungen des Konzerns umgesetzt werden. (Moritz Pappert) +++