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Politisch erstmal auf Eis gelegt

Zuckersteuer spaltet O|N-Leser: Mehrheit lehnt zusätzliche Abgabe ab

O|N-Umfrage: Mehrheit hält Zuckersteuer für unnötig.
Symbolfoto: Pixabay

07.10.2026 / REGION - Zuckersteuer ja oder nein? Die politische Debatte darüber ist zwar erstmal verstummt, endgültig vom Tisch ist das Thema aber wohl nicht. Auch unsere OSTHESSEN|NEWS-Leserinnen und Leser haben eine klare Meinung: 838 Menschen beteiligten sich vergangene Woche an unserer Umfrage zu dem umstrittenen Thema. Dabei zeigte sich eine deutliche Tendenz: Die größte Gruppe hält eine Zuckersteuer für unnötig.



Mit 42,72 Prozent sprach sich die größte Gruppe gegen eine Zuckersteuer aus. 358 Teilnehmer gaben an, eine solche Abgabe für unnötig zu halten. Dagegen befürworteten 29,12 Prozent beziehungsweise 244 Stimmen eine stärkere Besteuerung zuckerhaltiger Produkte. Weitere 136 Teilnehmer (16,23 Prozent) äußerten sich unentschlossen und gaben an, überwiegend Wasser zu trinken. 100 Personen (11,93 Prozent) sprachen sich zudem dafür aus, auch zuckerfreie beziehungsweise Zero-Produkte in eine mögliche Steuer einzubeziehen.

Politische Diskussion hält an

Die Debatte über eine Zuckersteuer wird in Deutschland seit Jahren geführt. Befürworter argumentieren, dass zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel zu Übergewicht, Diabetes und anderen Gesundheitsproblemen beitragen. Eine höhere Besteuerung könne den Konsum senken und Hersteller dazu bewegen, den Zuckergehalt ihrer Produkte zu reduzieren.

Als Vorbild wird häufig Großbritannien genannt. Dort gilt seit 2018 eine Abgabe auf stark zuckerhaltige Erfrischungsgetränke. Nach Angaben von Gesundheitsorganisationen haben zahlreiche Hersteller daraufhin ihre Rezepturen angepasst und den Zuckergehalt gesenkt.

Zuletzt hat die Diskussion in Deutschland jedoch an Fahrt verloren. Die Einführung einer Zuckersteuer wird auf Bundesebene derzeit nicht weiterverfolgt und steht aktuell nicht auf der politischen Agenda. Kritiker sehen in einer solchen Abgabe einen zu starken Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit und befürchten höhere Belastungen für Verbraucher. Statt neuer Steuern setzen sie auf Aufklärung, Ernährungsbildung und Eigenverantwortung.

Mehrheit gegen neue Steuer

Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass O|N-Leser einer Zuckersteuer derzeit überwiegend kritisch gegenüberstehen. Zwar findet die Forderung nach einer stärkeren Besteuerung zuckerhaltiger Produkte durchaus Unterstützung, die größte Gruppe der Teilnehmer lehnt zusätzliche Abgaben jedoch ab. Gleichzeitig macht das Ergebnis deutlich, dass die Meinungen beim Thema Zuckersteuer auseinandergehen und die Diskussion auch künftig kontrovers geführt werden dürfte. (js) +++

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