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Gast aus Madagaskar im Bistum

Schwester Béatrice Rasonhamtaryirima zum "Sonntag der Weltmission"

In Begleitung von missio-Referentin Silvia Köhler besuchte Schwester Béatrice Rasonhamtaryirima auch die Kommunikationsabteilung des Bistums Fulda, um gemeinsam mit Rundfunkredakteurin Stephanie Mosler einen Podcast aufzunehmen.
Foto: Bistum Fulda / Helena Sauer

06.10.2026 / FULDA - Der "Sonntag der Weltmission" ist die größte weltweite Solidaritätsaktion von Katholiken. In Deutschland wird er am 25. Oktober gefeiert. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr Madagaskar. Um auf die Situation in dem Inselstaat aufmerksam zu machen, weilen derzeit missio-Gäste aus Madagaskar in deutschen Diözesen. Im Bistum Fulda ist es Schwester Béatrice Rasonhamtaryirima.



Die 52-Jährige ist Vinzentinerin, lebt und arbeitet in der Diözese Tolanaro (Fort-Dauphin) im äußersten Süden Madagaskars. Dort leitet sie eine Gemeinschaft von insgesamt sechs Ordensfrauen, von denen zwei als Krankenschwestern arbeiten. Gemeinsam betreiben sie zudem eine Schule. Schwester Béatrice hält ambulante Sprechstunden ab und betreut Patienten im Tuberkulosezentrum. Sie und ihre Mitschwestern verteilen regelmäßig Lebensmittel an rund 300 Frauen und Kinder, die in extremer Armut leben.

Herausfordernder Alltag

Im Bistum Fulda hat die zuständige missio-Referentin Silvia Köhler ein vielschichtiges Programm für Schwester Béatrice erarbeitet, das den Teilnehmenden erste Einblicke in das Leben der Menschen in Madagaskar geben soll. Denn diese leiden unter Armut, Dürre, mangelnder Gesundheitsversorgung und fehlenden Bildungschancen. Die Schilderungen der Ordensfrau sollen die Herausforderungen des Alltags aufzeigen, aber auch den Mut, die Kreativität und die Hoffnung vieler Familien. Denn auf Madagaskar sind soziale, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen sehr eng miteinander verbunden.

Besuche und Gespräche im ganzen Bistum

Auf dem Programm stehen unter anderem ein Besuch der Caritas-Pflegeschule in Fulda, beim Kindertag in Rothhelmshausen (bei Fritzlar), im Hedwigstift in Fulda sowie die Teilnahme an Gottesdiensten in Fulda-Lehnerz, im Fuldaer Dom und in Neuhof. Auch ein Treffen mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, dem Bischofsvikar für die Weltkirche, ist vorgesehen. Sinnbildlich könnte über dem sechstägigen Aufenthalt im Bistum Fulda der Titel des Ermutigungsberichtes stehen, den Schwester Béatrice im mediana-Wohnstift halten wird: "Sei mutig und stark".

Hintergrund

Das Konzept des Weltmissionssonntages bewährt sich seit 100 Jahren. Heute wird die Kollekte in rund 120 Ländern gesammelt. In Deutschland organisieren das Internationale katholische Missionswerk missio Aachen und missio München die Kollekte am vierten Sonntag im Oktober. Die beiden Hilfswerke sind im 19. Jahrhundert aus der katholischen Bürgerbewegung Pauline Marie Jaricots entstanden und gehören heute zur Familie von rund 120 Päpstlichen Missionswerken weltweit. (pm/jk) +++

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