Frankfurter Buchmesse 2026
So ist die Stimmung in der Branche vor der Buchmesse
Fotos: Boris Roessler/dpa
06.10.2026 / FRANKFURT AM MAIN -
Der Deutsche Buchpreis ist vergeben. Ausgezeichnet wurde Shida Bazyar für "Die Lücken". Nun beginnt die Frankfurter Buchmesse. Was erwartet die Besucher?
In Frankfurt am Main dreht sich in dieser Woche alles um Bücher. Am Montagabend wurde der Deutsche Buchpreis verliehen, am Dienstag, 6. Oktober 2026, wird die Buchmesse eröffnet. Bis Sonntag werden mehr als eine Viertelmillion Besucher auf dem Frankfurter Messegelände erwartet.
Buchpreis für "Roman gegen Gleichgültigkeit"
Der Buchpreis ist mit 37.500 Euro dotiert: Bazyar erhielt 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist - Franziska Gänsler, Valeria Gordeev, Elias Hirschl, Peggy Mädler und Dana Vowinckel - jeweils 2.500 Euro.
Zu Beginn der Messe geht es traditionell um politische Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Verlage. Die Stimmung in der Buchbranche ist nicht besonders gut: Der Umsatz lag 2025 mit 9,62 Milliarden Euro 2,7 Prozent unter dem von 2024. In den ersten acht Monaten 2026 ging der Wert noch weiter runter, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels berichtet.
Ehrengast ist Tschechien
Ehrengastland ist in diesem Jahr Tschechien. Der Gastland-Auftritt steht unter dem - bewusst verwirrenden - Motto "Ein Land an der Küste". Im Ehrengast-Pavillon soll Künstliche Intelligenz eine große Rolle spielen. Rund 75 tschechische Autorinnen und Autoren reisen für die Messe nach Frankfurt.
1.000 Sprecher auf zehn Bühnen
Das Event-Programm wurde erweitert - auf zehn Bühnen sind mehr als 1.000 Sprecher zu erleben. Mit Spannung erwartet wird die Bekanntgabe des Jugendworts am Samstag. Zum Abschluss nimmt der französisch-britische Menschenrechtsanwalt Philippe Sand den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegen.
Für Buchmessen-Direktor Juergen Boos ist diese Ausgabe nach 21 Jahren die letzte Messe. Er geht in Ruhestand. Neuer Buchmessen-Chef wird Joachim Kaufmann, langjähriger Geschäftsführer des Carlsen Verlags. (dpa)