KOSA soll Verwaltung aufs Handy bringen
Kommunen entwickeln Service‑App: Fulda und Main‑Kinzig Teil des Projekts
Symbolfoto: pixabay
06.10.2026 / REGION -
Der Odenwaldkreis entwickelt gemeinsam mit mehreren hessischen Kommunen – darunter auch der Landkreis Fulda und der Main‑Kinzig‑Kreis aus unserer Region – eine neue Service‑App für kommunale Jobcenter. Mit der "Kommunalen Stack‑App" (KOSA) sollen digitale Verwaltungsleistungen künftig zentral auf dem Smartphone gebündelt und für Bürgerinnen und Bürger deutlich leichter zugänglich werden. Das Land Hessen unterstützt das Projekt mit rund 1,3 Millionen Euro.
Digitale Verwaltungsleistungen gibt es inzwischen viele – für Bürgerinnen und Bürger sind sie aber häufig auf unterschiedliche Portale und Anwendungen verteilt. Der Odenwaldkreis will deshalb gemeinsam mit zwölf weiteren hessischen Kommunen eine zentrale Service-App entwickeln. Sie soll perspektivisch kommunale Dienstleistungen und Informationen auf dem Smartphone bündeln und einen einfachen, barrierefreien Zugang zur digitalen Verwaltung ermöglichen. Möglich wird das Projekt "KOSA – Die Kommunale Stack-App" durch die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm "Starke Heimat Hessen". Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat den Bescheid über rund 1,3 Millionen Euro nun auf den Weg gebracht.
App soll Angebote bündeln und Zugang zur digitalen Verwaltung vereinfachen
"Wer heute eine Reise bucht oder seine Bankgeschäfte erledigt, ist daran gewöhnt, viele Dinge mit wenigen Klicks auf dem Smartphone zu erledigen. Diesen Anspruch haben die Menschen zu Recht auch an ihre Verwaltung. Dafür reicht es nicht, immer neue digitale Einzellösungen zu entwickeln. Sie müssen für Bürgerinnen und Bürger auch einfach zu finden und zu nutzen sein. Genau hier setzt KOSA an: Die App soll bestehende Angebote an einem Ort bündeln und den Zugang zur digitalen Verwaltung einfacher machen", sagte Sinemus."Dass 13 Kommunen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, ist eine besondere Stärke dieses Projekts. Unterschiedliche Anforderungen fließen von Anfang an in die Entwicklung ein. Gleichzeitig vermeiden die Kommunen, dass jede für sich eine eigene Anwendung entwickeln und finanzieren muss. Das ist genau die Art von Zusammenarbeit, die wir bei der kommunalen Digitalisierung brauchen: gemeinsam entwickeln und anschließend möglichst breit nutzen", so Sinemus.
Eine Erleichterung für die Bürger
Die kommunalen Jobcenter dienen zunächst als Pilot für die neue App. Perspektivisch soll die technische Basis aber auch auf andere Verwaltungsbereiche wie Sozial- und Jugendämter oder Ausländerbehörden übertragen werden können. Zunächst werden die Anforderungen der beteiligten Kommunen gemeinsam definiert und die technische Architektur festgelegt. Anschließend folgen Entwicklung und Test der App. In der letzten Projektphase wird KOSA in den Pilotkommunen erprobt. Leitfäden, Schulungsunterlagen, eine digitale Wissensbibliothek und Transferworkshops sollen weiteren hessischen Kommunen die spätere Übernahme erleichtern. Nach Abschluss der Entwicklung soll KOSA für den hessenweiten Betrieb und die Nachnutzung durch weitere Kommunen bereitstehen. Ein gemeinsames Betriebsmodell soll zudem ermöglichen, die App auch nach Ende der Förderung weiterzuentwickeln.Erster Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis: "Mit KOSA wollen wir es Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, Informationen zu Dienstleistungen unserer Verwaltung zu finden. Den Start macht das Kommunale Job-Center. Da dort die meisten Kundenkontakte stattfinden, wird der Nutzen unmittelbar spürbar sein. Doch zugleich entsteht dabei eine Plattform, die für andere Verwaltungsbereiche nutzbar ist und so zu einem umfassenden neuen Serviceangebot wird." (mis/pm) +++
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