Herbstsynode des Evang. Kirchenkreises
Schutzkonzept, neue Strukturen und die Pfadfinderarbeit im Fokus
Fotos: Stefan Bürger
03.10.2026 / FULDA -
Wie kann Kirche den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und sich auf ihre Ursprünge besinnen? Diese Fragen prägten die Beratungen der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Fulda, die am Donnerstagabend im Haus Oranien zusammentrat. Im Mittelpunkt standen außerdem das überarbeitete Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt sowie die geplante Neufassung der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Kirche setzt Zeichen für Zusammenhalt
Der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Fulda, Frederik Schmitt (CDU), verwies auf die Bedeutung der christlichen Kirchen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein freiheitlicher Staat könne zwar Gesetze und Regeln schaffen, sei aber darauf angewiesen, dass Menschen darüber hinaus Verantwortung für die Gemeinschaft übernähmen. Kirchen leisteten dazu einen wichtigen Beitrag, indem sie Menschen zusammenführen.
Schutzkonzept überarbeitet
Intensiv beschäftigte sich die Synode mit dem Schutz vor sexualisierter Gewalt. Das 2023 beschlossene Schutzkonzept des Kirchenkreises wurde nach einer dreijährigen Evaluationsphase überarbeitet. Freiwilligenmanagerin Simone Möhring und der stellvertretende Dekan Marvin Lange stellten die Neufassung vor. Sie umfasst die drei Bereiche: Prävention, Intervention und Aufarbeitung und wurde von den Synodalen mit großer Mehrheit beschlossen.Informationen über neue Grundordnung der EKKW
Vor einer weiteren Weichenstellung steht die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck mit der Neufassung ihrer Grundordnung. Pfarrerin Lea Müller, Mitglied des zuständigen Ausschusses, informierte die Synode über den Stand der Beratungen und die geplanten Änderungen. Die bisherige Grundordnung stammt aus dem Jahr 1967. Nicht nur die kirchlichen Rahmenbedingungen hätten sich seither verändert, auch die Sprache müsse angepasst werden. Begriffe wie "Laien" und "Geistliche" stünden dabei ebenso auf dem Prüfstand wie die Frage, was künftig unter Gemeinde zu verstehen sei. Im Frühjahr 2027 sei eine Entscheidung der Landessynode vorgesehen.Neue Ansprechpartnerin für evangelische Pfadfinder in der Region
Akki Werb stellte sich der Synode als neue Ansprechpartnerin für die Pfadfinderarbeit im Kirchenkreis vor. Die 25-Jährige ist seit August beim Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Hessen (VCP Hessen) angestellt und arbeitet eng mit dem Evangelischen Kirchenkreis Fulda zusammen. In einem auf fünf Jahre angelegten Projekt soll sie bestehende Pfadfinderstämme begleiten, neue Gruppen aufbauen und damit die evangelische Pfadfinderarbeit in der Region weiterentwickeln. (mkr/pm) +++