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Bilderserie von Martin Engel

Traditionelle Schleppjagd: Reiter und Meute begeistern vor barocker Kulisse

Bei der traditionellen Schleppjagd galoppierten die Reiter über Wälder und Wiesen. Auf Schloss Fasanerie immer wieder ein besonderes Event.
Alle Fotos: Martin Engel

03.10.2026 / EICHENZELL - Imposante Szenen vor prachtvoller Kulisse: Am Samstag sorgte die traditionelle Schleppjagd auf Schloss Fasanerie bei Eichenzell (Kreis Fulda) wieder für neugierige Blicke. Trotz zunächst trübem Herbstwetter bot sich den Zuschauern ein beeindruckendes Bild. Über 50 Reiter galoppierten über Wälder und Wiesen. Später bei strahlendem Sonnenschein. Sabine Walter, 1. Vorsitzende des Jagdvereins Fulda, gegenüber OSTHESSEN|NEWS: "Natürlich spricht allein schon das Ambiente für sich. Wo sonst kann man vor Hessens schönstem Barockschloss eine solche Veranstaltung ausrichten? Das Gesamtpaket stimmt einfach."


Bereits beim sogenannten "Stelldichein" um 10:30 Uhr versammelten sich Reiter, Zuschauer und Jagdhornbläser auf dem Schlossgelände. Nach der Ansprache von Jagdherr Erik Schlaudraff brachen die Teilnehmer wenig später zur Zwei-Meute-Jagd hinter der Geiseltal Beagle und der Vogelsbergmeute auf. Die Jagdstrecke umfasste etwa 16 Kilometer und führte über Wiesen, Wälder und Gräben. Drei Routen standen zur Verfügung mit verschiedenen Hindernissen wie Baumstämmen. Die Schleppjagd auf Schloss Fasanerie gilt als die größte ihrer Art in Hessen - und verliert von Jahr zu Jahr keineswegs an Beliebtheit.

Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund

Anders als der Name vermuten lässt, wird bei der Schleppjagd kein Wild gejagt. "Unser Sport ist unblutig", betont Walter. "Deshalb folgen unsere Hunde nur einer Duftspur. Die Tiere werden das ganze Jahr über trainiert, damit sie bei uns auf Schleppe gehen dürfen." Für den Verein steht vor allem eins im Vordergrund: "Unser Ziel ist es, die Tradition aufrechtzuerhalten und zugleich die Freude am Reiten und an der Natur zu teilen. Es macht einfach Spaß und ist ein echtes Erlebnis." Dass dabei eben nicht nur der sportliche Aspekt zählt, wird laut Walter immer wieder deutlich. "Wenn wir neue Teilnehmer haben, sind sie oftmals ganz überrascht, wie herzlich unsere Gemeinschaft ist. Hier freuen sich alle über die Erfolge der anderen, egal ob jung oder alt", so Walter.

In diesem Jahr setzten die Organisatoren zudem verstärkt auf Regionalität. So begleiteten der Jagdhornbläserkorps Petersberg das Spektakel musikalisch, während mit der Vogelsbergmeute auch eine regionale Meute vertreten war. Den Abschluss bildete traditionell das große Halali. Erneut kam hier eine Mischung aus Pferdesport, Naturerlebnis und Tradition zum Ausdruck - für viele nicht umsonst ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender.

Unser O|N-Fotograf Martin Engel hat das Spektakel mit der Kamera festgehalten. Viel Spaß beim Durchklicken! (mkr) +++

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