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Stadt investiert 7,5 Millionen Euro

Bau geht zügig voran – Richtfest für die Kita Miteinander

Richtfest für die Kita Miteinander
Fotos: Stadt Fulda

02.10.2026 / FULDA - Passanten in der Mainstraße und der Kohlhäuser Straße im Fuldaer Südend konnten in den vergangenen Wochen beinahe täglich beobachten, wie das Gebäude in die Höhe wächst und immer mehr Form annimmt – jetzt ist am Erweiterungsbau der Kita Miteinander im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Bürgermeister Dag Wehner, Stadtbaurat Daniel Schreiner und zahlreichen am Bau Beteiligten sowie Gremienmitgliedern Richtfest gefeiert worden. Als angepeilter Eröffnungstermin gilt der 11. November 2027. Parallel dazu laufen noch die Arbeiten an der Erweiterung und Modernisierung der Sturmiusschule in der unmittelbaren Nachbarschaft.



Für die Investition in die jüngsten Bürgerinnen und Bürger nimmt die Stadt Fulda rund 7,5 Millionen Euro in die Hand – eine Summe, die nicht zuletzt die gewaltigen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre widerspiegelt. Zum Vergleich: Die Umwandlung des damaligen Hauptschulzweigs der Sturmiusschule in eine Kita kostete 350.000 Euro, und das ist gerade einmal 13 Jahre her. Doch die Gebäudesubstanz, die noch überwiegend aus den 1950er und 1960er Jahren stammte, war doch insgesamt sehr in die Jahre gekommen, sodass nun für die Kita eine umfassende Sanierung und zum Teil ein Neubau erforderlich war.

Gleichzeitig ermöglicht das großflächig geplante Bauvorhaben eine komplette Neuordnung des Areals, das neben Kita und Schule auch noch die Turnhalle und den Sportplatz umfasst. Das hat u.a. zur Folge, dass die Kita Miteinander künftig einen neuen Haupteingang und eine neue Adresse erhält: aus der Kohlhäuser Straße 26 wird die Mainstraße 8. Der neue Zuschnitt der Gebäude und Freiflächen bewirkt auch, dass die Kinder künftig in den Außenbereichen und Spielhöfen der Kita abgeschirmt vom Straßenlärm der vielbefahrenen Mainstraße und Kohlhäuser Straße sind.

Als die Kita Miteinander als Reaktion auf den steigenden Bedarf an Kinderbetreuung im Quartier 2013 geschaffen wurde, startete sie zunächst mit 12 Kinder im U3-Bereich, bald kam eine zweite U3-Gruppe im Erdgeschoss dazu, 2018 dann auch eine Ü3-Gruppe im Dachgeschoss des Altbaus. OB Dr. Heiko Wingenfeld würdigte beim Richtfest für den Erweiterungsbau noch einmal den Pioniergeist des Teams um Kita-Leiterin Kerstin Kupfer, dem es gelungen sei, die Kita fest im Bewusstsein der Menschen im Quartier zu verankern. Die Erweiterung an dieser Stelle sei sinnvoll, weil das Südend nach wie vor zu den kinderreichsten Stadtbezirken zähle, so der

OB, der sich auch bei Kindern, Eltern und Kita-Team für die Geduld während der Bauphase bedankte, die einen kompletten Umzug der Kita ins Münsterfeld noch bis Herbst 2027 erforderlich macht. Nach der Fertigstellung des Baus an der Mainstraße sollen dann in der erweiterten Kita Miteinander sechs Gruppen (dreimal Ü3 und dreimal U3) installiert und bis zu 111 Kinder betreut werden. Dabei wird die Kita ein sogenanntes teiloffenes Konzept verfolgen, wo die starre Trennung nach Gruppen mehr und mehr aufgegeben wird und stärker nach den speziellen Neigungen die Kinder geschaut wird: Ein eigener Raum für Werken, Basteln und Malen ist dafür ein Beispiel. Die ehemalige Ü3-Gruppe im Dachgeschoss wird zum Bistro mit Kinderküche umgenutzt, angedient über den Speiseaufzug aus der Küche im Erdgeschoss. Außerdem sind u.a. Sanitärräume, Aktions-/Differenzierungsräume sowie Büro- und Technikräume vorgesehen, und das ganze Gebäude ist punkto Barrierefreiheit auf dem neusten Stand.

Der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte schließt in "L"-Form östlich an das Bestandsgebäude aus dem 1950 er Jahren an. Der Erweiterungsbau wurde in wesentlichen Teilen in vorgefertigter Holzrahmenbauweise errichtet – was die schnellen optischen Baufortschritte in den vergangenen Wochen erklärt - und soll sich mit dem Bestandsgebäude zu einer harmonischen Einheit fügen. Die Fassade erhält eine Holzverschalung mit einer hellen Lasur als Witterungsschutz. Die Satteldächer erhalten eine Ziegeldachdeckung. Die Bruttogeschossfläche von Bestand und Erweiterung beträgt nach Fertigstellung in Summe ca. 2370 m².

Bevor Alexander Krah als Vertreter des Holzbau-Unternehmens Ernst den traditionellen Richtspruch vom Dach des Neubaus vortrug, lobten Stadtbaurat Daniel Schreiner und Architekt Max Reith das gute Miteinander der verschiedenen Unternehmen, der Planer sowie der Bauverwaltung. "Das läuft so am Schnürchen wie bei einem eingespielten Radrennteam", brachte es Architekt Reith auf den Punkt. (mp/pm) +++

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