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324.000 Euro Steuern hinterzogen?

Ermittler gehen wegen Steuerbetrugs gegen Familienverband vor

Den Beschuldigten werden Hinterziehung von Umsatzsteuer und Betrug beim Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen sowie Sozialleistungsbetrug vorgeworfen.
Symbolbild: O|N / Marvin Myketin

30.09.2026 / OFFENBACH - Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, die hessische Steuerfahndung und das Polizeipräsidium Südosthessen haben am Mittwoch zwei Wohnobjekte im Landkreis Offenbach durchsucht und zwei Beschuldigte festgenommen. Dabei konnten Beweismittel sowie Vermögenswerte, insbesondere mehrere hochwertige Fahrzeuge, diverse Luxusuhren und weiterer Schmuck sowie ein niedriger fünfstelliger Bargeldbetrag, sichergestellt werden. An den Einsatzmaßnahmen waren ca. 30 Beamtinnen und Beamte der hessischen Steuerfahndung und des Polizeipräsidiums Südosthessen, zwei Bargeldspürhunde sowie zwei Staatsanwälte der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main beteiligt.



Den Beschuldigten werden Hinterziehung von Umsatzsteuer und Betrug beim Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen sowie Sozialleistungsbetrug vorgeworfen.

Familienverband in Rhein-Main

Die Maßnahmen wegen des Verdachts der Umsatzsteuerhinterziehung richteten sich gegen drei rumänische und eine belgische Staatsangehörige im Alter von 26, 30 und 45 Jahren, die Angehörige eines Familienverbands aus dem Rhein-Main-Gebiet sind. Den drei Männern und der Frau wird bandenmäßige Hinterziehung von Umsatzsteuer in Höhe von ca. 324.000 Euro vorgeworfen. Sie sollen von Mai 2023 bis April 2026 gemeinsam als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) einen regen Handel mit hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen betrieben haben, ohne dem Finanzamt die erzielten Umsätze mitzuteilen oder die fällige Umsatzsteuer zu zahlen. Teils sollen die Taten unter missbräuchlicher Verwendung von im Ausland ansässigen Gesellschaften begangen worden sein. Hierbei wird den Beschuldigten vorgeworfen, eine steuerfreie Warenlieferung zwischen Unternehmen innerhalb der EU vorgetäuscht zu haben, obwohl deren Voraussetzungen nicht vorlagen.

Festnahmen!

Dem 30-jährigen Beschuldigten wird zudem vorgeworfen, im März und April 2026 diverse Käufer von Gebrauchtfahrzeugen über die Laufleistung der Fahrzeuge und das Bestehen einer Gebrauchtwagengarantie getäuscht zu haben. Hierdurch soll er insgesamt um ca. 34.000 Euro überhöhte Kaufpreise erhalten haben.

Der 45-jährige Beschuldigte ohne festen Wohnsitz in Deutschland und der 30-jährige Beschuldigte mit Wohnsitz im Landkreis Offenbach wurden aufgrund bereits zuvor durch das Amtsgericht Darmstadt erlassener Haftbefehle festgenommen.

Dem 26-jährigen Beschuldigten und einer weiteren rumänischen Staatsangehörigen im Alter von 46 Jahren wird zudem vorgeworfen, die oben genannten Einkünfte aus dem Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen nicht dem zuständigen Jobcenter mitgeteilt zu haben. Hierdurch sollen sie seit 2023 zu Unrecht Sozialleistungen in Höhe von ca. 36.000 Euro erhalten haben. (lu/pm) +++

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