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Über vierzig Info-Möglichkeiten

"Unendliche Möglichkeiten": Berufsorientierungstage für Jugendliche

So langsam wird es für die Oberstufenschülerinnen und ‑schüler spannend: Auch wenn die E‑Phase noch rund zwei Jahre vom Abitur entfernt ist, rückt die Frage nach dem eigenen Weg danach immer stärker in den Fokus.
Fotos: O. Stoy

01.10.2026 / LAUTERBACH - So langsam wird es für die Oberstufenschülerinnen und ‑schüler spannend: Auch wenn die E‑Phase noch rund zwei Jahre vom Abitur entfernt ist, rückt die Frage nach dem eigenen Weg danach immer stärker in den Fokus. Die Möglichkeiten sind vielfältig – die Auswahl an Studiengängen und Ausbildungsberufen war selten so groß wie heute. Für die Alexander‑von‑Humboldt‑Schule ist das Anlass genug, gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit Orientierungsangebote zu schaffen, die den Jugendlichen Einblicke geben, Gespräche ermöglichen und erste Richtungen aufzeigen, wohin es beruflich gehen könnte.



"Die Berufsorientierungstage, die sich unter dem Titel "Zukunft Studium Beruf" jährlich an alle Vogelsberger Schulen mit einer Oberstufe wenden, bieten den jungen Menschen zwei Tage genau diese Möglichkeiten", sagte Michael Rausch, Berufsberater an den Vogelsberger Oberstufen, als er gemeinsam mit Oliver Stoy, an der AvH verantwortlich für die Berufliche Orientierung, die vielen Gäste zum Start der Info-Tage in der Aula des Gymnasiums begrüßte. Gekommen waren neben den eigenen Schülerinnen und Schülern der E-Phase auch Jahrgänge der Albert-Schweitzer-Schule und der Max-Eyth-Schule (beide Alsfeld) sowie der Lauterbacher Vogelsbergschule. "Ihr habt schier unendliche Möglichkeiten", richtete auch Oliver Stoy das Wort an die jungen Menschen, "heute könnt ihr euch einen ersten Überblick verschaffen. Dazu sind mehr als vierzig Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen hier, die für euch gekommen sind und eure Fragen klären möchten. Nutzt diese beiden Tage gut!"

Informationen zu Berufen und Studiengängen

Und in der Tat gab es für die interessierten Schülerinnen und Schüler viel zu entdecken: In Zeitslots von jeweils einer Stunde boten in sieben Räumen der Schule Abgesandte von Hochschulen und Einrichtungen sowie Menschen aus der Praxis und Berufsberater aus dem öffentlichen Dienst ihr Wissen zu den Berufen, den Werdegängen und den Zukunftschancen an: Auf großes Interesse stießen dabei die Informationsangebote von Polizei, Zoll und Bundeswehr. Hier konnten die jungen Menschen nicht nur inhaltlich allerhand mitnehmen, sondern auch an dem Sporttest der Polizei in der Vulkan-Sporthalle teilnehmen und ihre physischen Chancen direkt testen. Ein großes berufliches Spektrum deckten die Mitwirkenden ab: Ein Rechtsanwalt berichtete aus seinem Beruf, ein Journalist oder ein Steuerberater ebenso.

Es gab Infos zu vielen Studiengängen, beispielsweise Psychologie, Gesundheitsmanagement, Digitale Medien oder Medizin, Ingenieurwesen und Lehramt. Auch viele Ausbildungsberufe stellten sich vor: Wie wird man Erzieherin? Welche Möglichkeiten bieten die STI-Group oder der Grebenauer Metallbau? Wo kann man dual studieren und welche Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Auch übergeordnete Fragen konnten in diesen Tagen geklärt werden: Wie kann man ein Studium finanzieren, wenn die Familie die Kosten nicht stemmen kann? Was ist hilfreich, wenn man als Erste in der Familie überhaupt studiert? Welche Freiwilligendienste gibt es, falls man nach dem Abitur erst einmal etwas ganz anderes machen möchte? Und wie kann man vielleicht auch eine Zeit im Ausland verbringen?

"Alle jungen Menschen können die Angebote nutzen"

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Möglichkeiten und profitierten davon, dass alle Infoangebote der BO-Tage unter dem Dach der Schule stattfinden und leicht und übersichtlich zugänglich sind. Viele von ihnen gaben hinterher an, dass ihnen die Informationen bei ihrer Berufsfindung weitergeholfen hätten. Einige fanden die Vorträge zwar mitunter etwas zu frontal und wenig interaktiv; grundsätzlich jedoch lobten sie das Angebot der Agentur gemeinsam mit den Schulen. Viele von ihnen hätten sich noch mehr Zeit gewünscht, denn in jedem Slot gab es sieben Angebote, aus denen sie eins wählen mussten.

"Dass wir den Schülerinnen und Schülern ein solches Angebot machen können, steht und fällt mit der Bereitschaft der mitwirkenden Unternehmen und Organisationen", lobte Michael Rausch das Engagement der Referenten. "Sie gehen in diesem Format in der Regel gut auf die jungen Leute ein und wissen, was diese brauchen."

Das Format der Berufsorientierung spielt an vielen Schulen inzwischen eine große Rolle. Die AvH bot ihren Schülerinnen und Schülern der Q-Phase nach den BO-Tagen noch die Möglichkeit, an der Ausbildungsmesse in Alsfeld teilzunehmen. Auch an den Tagen der Ausbildung im November wird das Lauterbacher Gymnasium teilnehmen und mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern die mitwirkenden Unternehmen besuchen. Oliver Stoy sagte: "Doch gewinnen können letztendlich alle jungen Menschen, die die Angebote zur beruflichen Orientierung nutzen und bestenfalls auch Schlüsse daraus ziehen." (mis/pm) +++

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