Bundesweiter Aktionstag
Suchtmittel Glücksspiel – massive Werbung, wenig Schutz
Foto: privat
30.09.2026 / FULDA -
Zu einem bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht am 30. September 2026 ruft die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und die Hessischen Fachberatungen für Glücksspielsucht auf. Unter dem Motto "Suchtmittel Glücksspiel – Massive Werbung, wenig Schutz!", beteiligen sich die Fachstellen für Glücksspielsucht des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa (RCV) und der Diakonie (DW Fulda) an der Aktion.
Um die Folgen für junge Menschen zu verdeutlichen und aufzuklären, werden die beiden Fachstellen in der Berufsschule "Eduard-Stieler-Schule" in Fulda in vier Berufsschulklassen mit Hilfe eines Quiz und einer Flipchartpräsentation über Glückspiel arbeiten, um so mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.
Glücksspiel wird häufig als harmloser Freizeitspaß dargestellt. Die Risiken sind Verschuldung, Kontrollverlust und Suchterkrankungen. In Hessen sind aktuellen Hochrechnungen zufolge etwa 100.000 Menschen von einer Glücksspielstörung betroffen. Weitere 240.000 Erwachsene rechnet man als riskant Spielende. Reklame und Werbung verharmlosen das Suchtpotential, Im Jahr 2025 wurden mehr als 620 Millionen Euro dafür aufgewandt. Menschen sollen zur Teilnahme am Glücksspiel motiviert und neue Zielgruppen erschlossen werden. Werbung zielt auf Emotionalität, Gewinnversprechen und verknüpft diese mit Sport, Unterhaltung und Gemeinschaft. Glücksspielwerbung widerspricht dem Spielerschutz.