Neuer Neurochirurg
Bahram Parvizimilani übernimmt Praxis in Breitenbacher Straße
Bürgermeister Matthias Möller (Zweiter von links) begrüßte den Neurochirurgen Bahram Parvizimilani (links) in Gegenwart von Freunden.
Foto: Ulrich Schwind
23.09.2026 / SCHLÜCHTERN -
Ein neuer Facharzt hat sich in Schlüchtern angesiedelt: Prof. Dr. hc. Dr. (IR) Bahram Parvizimilani. Er hat seit 1. Juli eine Praxis in der Innenstadt übernommen. Bürgermeister Matthias Möller besuchte den Praxis und gratulierte Parvizimilani zur Übernahme und wünschte ihm viel beruflichen Erfolg. Der 51-jährige Facharzt für Neurochirurgie hat schon an mehreren Stellen in Deutschland gearbeitet, zuletzt zwei Jahre in Fulda. Jetzt leitet er das Milani Medicus Center in der Breitenbacher Straße 7-9.
Das Zentrum ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule. Nach einer Untersuchung und Diagnostik wird für jeden Patienten ein auf den jeweiligen Befund abgestimmtes Behandlungskonzept erstellt.
Zum Spektrum gehören konservative Therapieverfahren, Schmerztherapie und Infiltrationen sowie operative Behandlungen der Wirbelsäule. Ergänzt wird das medizinische Angebot durch CT-Diagnostik und Anästhesie. Ist ein operativer Eingriff erforderlich, stehen unterschiedliche operative Verfahren zur Verfügung. Besonders stolz ist der Facharzt darauf, dass dank seiner minimalinvasiven Eingriffe die Patienten schon bald nach der Operation wieder laufen können.
Der Neurochirurg kündigte an, viele Patienten aus fernen Ländern in Schlüchtern behandeln zu wollen: "Schlüchtern wird bekannter und internationaler." In der Praxis arbeiten 26 Angestellte. Für die Patientinnen und Patienten gibt es elf Betten. Möller dankte dem Vorgänger in der Praxis Dr. Sonchai Tiyaworabun für seine jahrelange gute medizinische Arbeit. Dieser habe sich darüber hinaus auch im sozialen Bereich der Stadt immer wieder erfolgreich engagiert.
Möller zeigte sich dankbar und glücklich, dass ein Nachfolger gefunden wurde. Besonders freuten ihn mit Blick auf die innovativen Operationsmethoden die Pläne für die aktive überregionale Anwerbung von Patienten aus dem In- und besonders dem Ausland. Der angestrebte "Gesundheitstourismus" stärke nicht nur die örtliche Hotellandschaft, sondern seien auch von großer Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Stadt.
Kritisch setzte sich Möller mit der Kassenärztlichen Vereinigung auseinander, zu der er auch Kontakt aufgenommen hatte. Zwar verfüge die Praxis über eine Kassenzulassung. Allerdings werde bislang die vertragsärztliche Genehmigung für die Magnetresonanztomographie (MRT) abgelehnt. Eine Intervention von seiner Seite wurde "mit einem Dreizeiler" ablehnend beschieden. In dieser Sache wolle er bei der Vereinigung noch einmal vorstellig werden, weil die Region dringend einen MRT-Sitz benötige. (pm/jk) +++