Ein Tag nach dem Großeinsatz
"Man glaubt es erstmal gar nicht": So erlebten Familie und Nachbarn den Brand
Fotos: Marvin Myketin
22.09.2026 / MÜCKE -
Seit dem frühen Dienstagmorgen sind die Löscharbeiten zunächst beendet, aktuell läuft die sogenannte "Brandwache". Hierbei überwachen Kräfte der Feuerwehr die Brandstätte, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. O|N war am Tag nach dem Großeinsatz vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und um mit den Anwohnern zu sprechen. Das Wohnhaus ist aktuell unbewohnbar.
Betroffene Familie kommt in Ferienwohnung unter - Schwager aus dem Krankenhaus zurück
Die betroffene Familie erfuhr erst eine halbe Stunde nach Ausbrechen des Feuers vom Brand. Danny Brandenburger, Ehemann der Besitzerin, war zu diesem Zeitpunkt nämlich mit seiner Frau und den Kindern einkaufen - alarmiert wurde die Feuerwehr durch einen aufmerksamen Nachbarn. Das Gefühl, angerufen zu werden und über so einen Brand informiert zu werden, sei schwierig zu beschreiben, wie Brandenburger erklärte. "Es war sehr surreal, erst wussten wir überhaupt nicht, um was es geht. Wir waren gerade in einem Geschäft, haben unsere Sachen schnell hingeschmissen und sind zum Auto gelaufen." Schnell habe man die riesige Rauchwolke schon aus dem Auto heraus sehen können. Aktuell kommt die Familie im Elternhaus der Eigentümerin in Sellnrod unter - dort stehen zwei Ferienwohnungen für die Betroffenen bereit. Einsatzkräfte, Freunde, Familie und Anwohner arbeiten Hand in Hand
Jutta Schütt-Frank war gerade in Vertretung für Bürgermeister Andreas Sommer unterwegs und erfuhr schnell von dem Brand. "Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte hat wunderbar funktioniert", sagte sie im Gespräch mit O|N, lobte aber auch die starke Zusammenarbeit mit den anderen Ortsteilen und Gemeinden. "Es war ein sehr gutes Zusammenspiel der Kommunen", betonte sie. Auch die Versorgung der Einsatzkräfte lief nach Einschätzung der ersten Beigeordneten hervorragend. Sie sprach in diesem Zusammenhang auch ein Lob an die Anwohner aus: "Sie haben sofort geholfen, Essen gebracht, Tee und Kaffee." Noch ist die Brandursache Gegenstand der Ermittlungen und auch die Schadenshöhe kann derzeit noch nicht konkret beziffert werden. Laut Polizei geht man aber von einem Schaden im sechsstelligen Bereich aus. Was mit der Brandruine geschieht, ist noch nicht klar. (Philipp Gerhard) +++