Ziel ist Fortführung des Unternehmens
Mundinger Engineering insolvent - BGM Weber hofft auf "ruhigeres Fahrwasser"
Fotos: Philipp Apel
23.09.2026 / ROTENBURG/F. -
Mundinger Engineering hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Grund für den Antrag sind Zahlungsschwierigkeiten des Maschinenbauunternehmens. Das gab das Unternehmen jüngst gemeinsam mit der Insolvenzverwalterin bekannt. Ziel bleibt die Fortführung des Unternehmens.
Die Mundinger Engineering mit Sitz in Rotenburg a. d. Fulda wurde 1989 gegründet und bietet individuelle Lösungen im Sondermaschinenbau und in der Automatisierung. Ob Einzelmaschine, modulare Lösung oder komplexe Fertigungslinie – das Unternehmen liefert Lösungen, die im Alltag funktionieren. Die Kunden stammen aus der Medizintechnik, Automotive, Elektronik, Kunststoffverarbeitung und dem Maschinenbau.
Stadt Rotenburg reagiert besorgt
In der Rotenburger Stadtverwaltung sorgt die Nachricht für Bestürzung. Bürgermeister Marcus Weber erklärte dazu, Rotenburg a. d. Fulda verfüge über weniger Industrie als andere Städte vergleichbarer Größe in der Region, weshalb jede Insolvenz die Stadt besonders treffe. Im Fall von Mundinger Engineering schmerze es zudem doppelt, da das Unternehmen ihm als innovativ und zugleich fest in der Region verankert bekannt sei. Er hoffe, dass im laufenden Insolvenzverfahren Wege gefunden würden, um die Firma wieder in ruhigeres, wirtschaftlich stabileres Fahrwasser zu bringen.Fortführung des Geschäftsbetriebs im Fokus
Die Mundinger-Geschäftsführung betont, dass der Insolvenzantrag nicht automatisch das Ende des Unternehmens bedeutet. Ziel sei vielmehr, den Geschäftsbetrieb fortzuführen, bestehende Aufträge soweit möglich erfolgreich abzuschließen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern eine tragfähige Zukunftsperspektive zu entwickeln.Löhne über Insolvenzgeld gesichert
Das Unternehmen beschäftigt 18 Mitarbeiter. Die Löhne der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Die Verantwortlichen haben die Mitarbeiter bereits über die aktuelle Lage informiert. Das Pluta-Team wird nun die Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege leiten, damit die Gehälter wie gewohnt ausgezahlt werden können.Die aktuelle Situation ist insbesondere auf ausgebliebene Auftragseingänge zurückzuführen. Mehrere erwartete Projekte wurden anderweitig vergeben oder sind bislang noch nicht entschieden. Gleichzeitig verfügt die Mundinger Engineering weiterhin über laufende Aufträge und sieht darin eine wichtige Grundlage für die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs.
Zukunftsoptionen werden geprüft
Für die kommende Phase setzt das Unternehmen auch auf die Unterstützung seiner regionalen Kunden und Geschäftspartner. Bestehende Geschäftsbeziehungen, neue Projekte und konkrete Anfragen können einen wichtigen Beitrag zur Fortführung leisten. Die Mundinger Engineering möchte daher ausdrücklich auch regionale Unternehmen und potenzielle Neukunden ermutigen, den Kontakt zu suchen und mögliche gemeinsame Projekte zu prüfen.Die Mundinger Engineering setzt auch in der kommenden Phase auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihren Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartnern. Das Unternehmen wird alles dafür tun, den Betrieb langfristig fortzuführen. Die Geschäftsführung betont: "Wir setzen weiterhin auf einen konstruktiven gemeinsamen Weg und hoffen, dass unsere Kunden und Lieferanten die Betriebsfortführung unterstützen." (mmb) +++