Mit Olympiasieger im Chiemsee
Ex-Fußball erfolgreich im Wasser: Michael Mitkov beim Alpen Open Water Cup
Fotos: privat
22.09.2026 / BAD HERSFELD -
Der frühere Fußballer Michael Mitkov (unter anderem SV Asbach und Hünfelder SV) fühlt sich mittlerweile im Wasser wohl: In dieser Saison startete Mitkov zum dritten Mal beim "Alpen Open Water Cup" und belegte dort in seiner Altersklasse den starken sechsten Platz.
Beim letzten Rennen am Chiemsee war auch Olympiasieger Florian Wellbrock am Start. Für Mitkov ein besonderer Moment.
"Ich habe in diesem Jahr an acht der neun Rennen des Arena Alpen Open Water Cups teilgenommen und die Serie auf dem 13. Platz meiner Altersklasse M3 beendet. Gestartet bin ich bei folgenden Rennen, die in Deutschland und Österreich stattgefunden haben: Simssee, Waginger See, Tegernsee, Achensee, Chiemsee (Nachtschwimmen), Trumer See, Hechtsee, Chiemsee (bei Tag)", sagt Mitkov.
Keine Zeit zum Verschnaufen
Freiwasserschwimmen ist für Mitkov eine Sportart, die Ausdauer, Orientierung, Taktik und mentale Stärke gleichermaßen fordert. Über lange Strecken geht es durch offene Gewässer, bei denen Wind, Wellen, Strömung und Wetterbedingungen jederzeit Einfluss auf das Rennen nehmen können. Anders als im Becken gibt es keine klar abgegrenzten Bahnen, keine Wende und keinen kurzen Moment zum Verschnaufen. Kräfte einteilen, die Orientierung behalten und gleichzeitig im Pulk die eigene Position behaupten – all das gehört zum Rennen."Das Wasser schenkt Dir nichts"
"Bei mehreren anderen Rennen konnte ich meine Zeiten gegenüber früheren Starts verbessern. Im Freiwasser gibt dir das Wasser nichts geschenkt. Du musst mit ihm arbeiten – und manchmal auch gegen ihn kämpfen. In meiner Altersklasse M3 traf ich auf ein starkes Teilnehmerfeld. Unter den Startern waren Deutsche Meister sowie international erfahrene Athleten, auch aus dem Wasserballsport. Dass ich mich in diesem Feld behaupten und die Cupserie auf Platz 13 abschließen konnte, freut mich deshalb besonders", sagt der heimische Topsportler weiter.Gerade auf langen Strecken merkt man, wie viel über Technik und Rhythmus möglich ist. Wenn man seine Kraft besser ins Wasser bringt und dabei ruhig bleibt, kann man über mehrere Kilometer ein hohes Tempo halten. Trainiert hat er drei Monate vor und dann während der Serie fünf- bis sechsmal die Woche - alleine und im Verein. Dabei ist Mitkov 16 bis 18 Kilometer geschwommen, sowohl im Schwimmbad als auch im See.
Sein sportlicher Weg hat mit Fußball begonnen, später ist er über das Laufen zum Triathlon gekommen. "Im Fußball habe ich für den SV Asbach, Hünfelder SV und den VfB Marburg in der Oberliga und Landesliga gespielt. Über das Laufen und den Triathlon, bei dem ich auch mehrere Langdistanzen absolviert habe, hat sich mein Schwerpunkt jetzt zum Schwimmen entwickelt. Starten tue ich seit einigen Jahren für den TSV Krofdorf-Gleiberg, bei dem ich auch in der 1. Hessischen Seniorenliga im Einsatz bin", sagt Mitkov über seine beeindruckenden sportlichen Betätigungen.
Das macht diesen Cup auch besonders: Ambitionierte Freiwasserschwimmer und erfahrene Masters treffen auf internationale Spitzensportler, gleichzeitig bleibt die Atmosphäre bei allem Ehrgeiz locker und freundschaftlich. Auch die Organisation und Durchführung der Cupserie war in diesem Jahr wieder klasse.
"Am Ende bleibt für mich eine Saison mit anspruchsvollen Rennen, verbesserten Zeiten und besonderen Begegnungen. Die Saison ist nun vorbei, doch lange wird der Blick nicht zurückgehen. Die nächsten Ziele sind bereits gesteckt – und 2027 soll die Reise im Freiwasser weitergehen", fasst Mitkov abschließend zusammen. (hhb) +++