Eine vielfältige Kultur

Interkulturelle Woche: Eine Reise durch persische Musik, Poesie und Kunst

Zum Start der interkulturellen Woche in Bad Hersfeld konnte man sich im Jugendhaus einen Einblick in die persische Kultur verschaffen
Fotos: Philipp Apel

21.09.2026 / BAD HERSFELD - Vom 20. September bis zum 4. Oktober findet zwei Wochen lang die interkulturelle Woche in Bad Hersfeld statt. Mit vielen verschiedenen Veranstaltungen zeigt sie, wie vielfältige Einflüsse verschiedener Kulturen das gesellschaftliche Leben bereichern können. Im Jugendhaus in der Dippelstraße fand am Sonntag ein Begegnungsnachmittag statt, bei dem sich die Möglichkeit bot, die persische Kultur kennenzulernen.



Die Veranstaltung wurde vom Projekt "Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge" (KISI) organisiert. Zentrale Aufgaben der Integrationsguides sind unter anderem neben der Vernetzung von Zugewanderten mit lokalen Angeboten, Förderung interkultureller und transparenter Verwaltung auch der regelmäßige Dialog und Austausch aller Beteiligten. Dabei steht insbesondere die Ankommensbegleitung im Vordergrund. Andrea Hilger ist ein solcher Guide: "Es handelt sich um ein hessisches Projekt, bei dem sich Kommunen unter 50.000 Einwohnern bewerben konnten. Das hat Bad Hersfeld gemacht und wir haben den Zuschlag bekommen", sagte sie.

Ein Großteil dieses Projektes wird mit Geldern der EU und des Landes Hessen bezahlt werden. In diesem Rahmen führen die Integrationsguides beispielsweise auch Länderabende durch. "Hier ging jetzt die Initiative tatsächlich von Menschen mit persischen Wurzeln aus", erklärte Hilger. Beim Begegnungsnachmittag ging es vor allem darum, die persische Kultur den Besuchern näherzubringen, während der Iran mit dem Mullah-Regime in der heutigen Zeit immer wieder negativ in den Medien auftaucht.

Musik, Essen, Kunst und Kultur im Jugendhaus

Um 12 Uhr startete die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüßung durch Bad Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann und KISI Andrea Hilger. Danach gab es eine kurze Einführung in die Thematik durch Marianna Horanska, gefolgt von einer musikalischen Darbietung mit traditionell persischer Musik. Danach wurde den Besuchern persische Poesie nähergebracht.

Nach einem weiteren musikalischen Teil ging es um das Thema Deutschland und Persien. Dabei stellte sich heraus: Die beiden Kulturen haben mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt.

Nach einem Abschlusskonzert bot sich die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen - hier ging es um Kalligraphie, traditionelle Buchmalerei und zeitgenössische iranische Kunst. Zudem konnten die rund 40 Besucher traditionelle persische Speisen und Desserts kosten und sich austauschen. (pg) +++

X