Ausstellung "Herbstwind" im Museum der Stadt

Künstlerin Gabriela Akari: "Ich möchte die Schönheit der Natur näherbringen"

Künstlerin Gabriela Akari eröffnet am Freitag ihre Ausstellung "Herbstwind" im Museum der Stadt Bad Hersfeld
Fotos: Kevin Hildebrand

18.09.2026 / BAD HERSFELD - Beim Betreten des Museums der Stadt Bad Hersfeld werden Besucher sofort von den Rufen eines Kranichs begrüßt. Herbstliche Blätter schmücken den Boden, während an den Wänden Bilder einen noch tiefer in diese Welt eintauchen lassen.



39 Stücke hängen hier, kunstvoll mit Licht in Szene gesetzt. Dazu kommen 23 kleinere Gemälde in Vitrinen. Alle diese Dinge haben eines gemeinsam: sie sind Teil der Ausstellung "Herbstwind" der Künstlerin Gabriela Akari.

Diese ist ab heute bis zum 18. Oktober im Kapitelsaal des Hersfelder Museums verfügbar. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage, die um 18:30 Uhr beginnt. OSTHESSEN|NEWS traf sich vor Beginn mit Gabriela Akari und sprach über ihre neuesten Werke, deren Besonderheiten und woher sie ihre Inspiration nimmt.

Tausende Stunden Arbeit stecken in der Kunst

Der Name "Herbstwind" kommt nicht von ungefähr. "Herbst ist die Zeit des Übergangs. Er steht für Abschied und das Vergehen, aber auch für Bewegung im Aufbruch", erklärt Akari. Um diese beiden Elemente bestmöglich darzustellen, umfasst die Ausstellung zwei Werkserien. "Aufbruch der Kraniche", bei der die namensgebenden Vögel im Mittelpunkt stehen und zu Sinnbildern des Aufbruchs werden. "Felder" demonstriert, wie die Erinnerungen an den Sommer langsam in herbstlichen Farbtönen verblassen.

Laut der gebürtigen Hersfelderin stehen hier insgesamt 62 Kunstwerke zum Anschauen, Bewundern und Verweilen bereit. 39 auf Großformat an den Wänden des Museums sowie 23 kleinere Bilder, die in extra Vitrinen ausgestellt sind. Was aber nur die wenigsten Besucher sehen: wie viel Arbeit in diesen Werken steckt. "Ein großes Bild besteht aus zahlreichen Arbeitsschritten, nach jedem müssen alle Komponenten trocknen. Daher arbeite ich stets an zwei bis drei Werken gleichzeitig, ein Bild dauert in der Regel zwei Wochen, Ölbilder auch mal drei bis vier Wochen", sagt Akari. Somit ist "Herbstwind" das Ergebnis von tausenden Arbeitsstunden.

Die Natur als große Inspiration

Die studierte Medizinerin ist inzwischen seit vielen Jahren professionelle Künstlerin, besuchte unter anderem die Kunstakademie Kolbermoor und absolvierte Meisterklassen bei der international bekannten japanisch-schweizerischen Künstlerin Prof. Leiko Ikemura. Passend, denn: Akari kommt ebenfalls aus dem Japanischen. "Es bedeutet Licht. Und wenn man meine Bilder sieht ist das ein zentrales Thema, welches immer wiederkehrt. Außerdem habe ich durch Professorin Ikemura eine enge Verbindung zu Japan", sagt sie mit einem Lächeln.

Und ein Lächeln möchte sie auch den Besuchern ihrer Ausstellung ins Gesicht zaubern: "Meine Inspiration ist die Natur. Heutzutage sitzen die Menschen viel zu viel vorm Computer und ich möchte ihnen die Schönheit der Natur zeigen. Ich bin jeden Tag draußen unterwegs und halte einfach die Augen offen nach der Inspiration für neue Motive."

Auswärtsfahrt als zusätzliche Motivation

Die Natur dient dabei nicht nur als Inspiration für Akaris Kunstwerke – sie ist auch darin verarbeitet. Für "Aufbruch der Kraniche" verwendete die Künstlerin Quarzsand, auf den sie mit Acrylfarbe ihre Werke verewigte. Das gibt den Motiven Struktur, je nach Lichteinfall glitzern die Pigmente und verschaffen den Bildern Dynamik.

Bei "Felder" arbeitete Akari mit Ölfarben, dafür arbeitete sie Gräser, Blüten und Co. in die Bilder ein. "Ich habe die Techniken bei vielen renommierten Künstlern gelernt und probiere in meinem Atelier viel Haus. Ich will immer das bestmögliche Ergebnis und teste, welche Materialien das ermöglichen", fügt sie hinzu.

Wer sich von den Ergebnissen selbst überzeugen möchte, hat jetzt im Bad Hersfelder Museum einen Monat lang die Zeit dazu. Alle Werke sind käuflich erwerbbar – und Akari selbst freut sich sehr auf die Ausstellung: "Es ist eine große Ehre für mich, dass ich hier im Kapitelsaal ausstellen darf, etwas ganz Besonderes." (Kevin Hildebrand) +++

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