Bürgermeister warnt vor Spekulationen
Wirbel um Ex-Kita-Mitarbeiter: Missbrauchsverdacht sorgt für Entsetzen
Fotos: Mathias Schmidt
17.09.2026 / BAD SODEN-SALMÜNSTER -
Eltern kurzfristig über Situation informiert
Die Eltern der Kita-Kinder wurden am Dienstagabend bei einer kurzfristig einberufenen Informationsveranstaltung über die Situation und das weitere Vorgehen informiert. Bei Bedarf sollen weitere Informationsangebote, Gesprächstermine und Unterstützungsleistungen organisiert werden. Auch das zuständige Jugendamt wurde als Fachaufsicht eingeschaltet. Nach Angaben der Stadt arbeitet man eng mit den ermittelnden Behörden zusammen und stellt sämtliche für die Aufklärung relevanten Unterlagen und Informationen zur Verfügung. Darüber hinaus soll eine unabhängige externe Fachperson für Kinderschutz und Krisenbegleitung hinzugezogen werden. Sie soll die Einrichtung fachlich begleiten, Unterstützungsangebote für Kinder, Eltern und Beschäftigte koordinieren und als Ansprechperson für Betroffene zur Verfügung stehen. Ehemaliger Mitarbeiter nicht mehr in der Kita beschäftigt
Der Fall sorgt inzwischen auch in den sozialen Netzwerken für Diskussionen. In einer öffentlichen Facebook-Gruppe werden unterschiedliche Behauptungen und Vermutungen verbreitet. Unter anderem ist dort davon die Rede, bereits im Jahr 2024 seien "mehrere Auffälligkeiten" des ehemaligen Mitarbeiters gemeldet worden. Andere Nutzer behaupteten, der Mann sei weiterhin in der Kita beschäftigt. Ob und in welchem Zusammenhang es zu früheren Meldungen gekommen sein soll, ist derzeit nicht abschließend geklärt. Der Behauptung, der ehemalige Mitarbeiter sei nach Bekanntwerden der aktuell untersuchten Vorwürfe weiterbeschäftigt worden, widerspricht die Stadt jedoch ausdrücklich. Brasch: "Sehen Sie von Spekulationen ab"
Zugleich appelliert der Bürgermeister daran, unterschiedliche Sachverhalte und Zeitpunkte nicht miteinander zu vermischen. "Bitte vermischen Sie unterschiedliche Sachverhalte und Zeitpunkte nicht miteinander und sehen Sie von Spekulationen ab. Ebenso wenig akzeptieren wir, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung oder der Stadtverwaltung aufgrund unzutreffender Darstellungen pauschal diskreditiert oder unter Verdacht gestellt werden." Es gehe um ein laufendes Ermittlungsverfahren und die Rechte aller Beteiligten – "vor allem um den Schutz der Kinder", unterstreicht Brasch.Was genau dem ehemaligen Erzieher vorgeworfen wird und wie die Ermittlungsbehörden die Vorwürfe bewerten, ist derzeit offen. OSTHESSEN|NEWS bleibt an dem Fall dran und berichtet über weitere Entwicklungen. (ms)