Bundesweites Pilotprojekt
Projekt PETRA eröffnet neues Geschwisterhaus im Landkreis
Fotos: Felix Weigl
14.09.2026 / FULDA -
Im Landkreis Fulda existiert nach über einem Jahr Bauzeit ein neues Angebot der Kinder- und Jugendhilfe vom Projekt Petra - in dieser Form ist es allerdings bundesweit einzigartig. Wenn Kinder in Obhut genommen werden müssen, kann es passieren, dass Geschwister getrennt werden. Nicht so bei diesem neuen Pilotprojekt im Landkreis.
Vor 50 Jahren wurde das Projekt Petra durch Geschäftsführer Peter Büttner ins Leben gerufen. "Den Namen hat meine Mutter beeinflusst. Wäre ich ein Mädchen geworden, hieße ich Petra" erklärt Büttner schmunzelnd gegenüber OSTHESSEN|NEWS. "In letzter Zeit haben wir uns kreativ überlegt, wofür es stehen könnte, und sind auf Partner für Erziehung, Therapie, Research und Analyse gekommen."
Die beste Lösung im schlimmsten Fall
Wenn eine familiäre Krise so weit eskaliert, dass Kinder zu ihrem eigenen Schutz aus der Familie genommen werden müssen, kann es zu einem weiteren Trauma kommen, wenn Geschwister durch fehlende Plätze und die Infrastruktur der Behörden voneinander getrennt werden. Das neuerrichtete Gebäude kann nun genau an dieser Stelle helfen, da es explizit für solche Fälle geschaffen wurde. So spielt auch das Alter der Kinder keine Rolle, die Geschwister können zusammenbleiben, was die emotionale Stabilität in einer Krisenzeit erheblich verbessern kann.Verbesserung in der Jugendhilfelandschaft über die Region hinaus