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Resilienzwochen: Hessen stärkt Katastrophenschutz
Foto: HMdI / Frank Zinn
13.09.2026 / WIESBADEN -
Im Rahmen der hessischen Resilienzwoche hat Innenminister Roman Poseck am Samstag auf dem Schlossplatz in Wiesbaden 26 Sonderanhänger Betreuung, 26 Sonderanhänger Versorgung Plus und drei Abrollbehälter Tankstelle feierlich an Einheiten des hessischen Katastrophenschutzes übergeben. Die Landesregierung hat die Beschaffung mit mehr als 1,7 Millionen Euro gefördert.
Innenminister Roman Poseck: "Wenn eine Krise eintritt, zeigt sich, wie gut wir vorbereitet sind. Dann muss unser Katastrophenschutz auch unter schwierigsten Bedingungen funktionieren. Bei Hochwasser oder Waldbränden können Einsatzfahrzeuge und Pumpen nicht einfach aus dem Einsatz herausgelöst werden, um die nächste Tankstelle anzufahren. Auch bei der Vegetationsbrandbekämpfung aus der Luft ist jeder unnötige Weg ein Zeitverlust. Mit den neuen Abrollbehältern schaffen wir deshalb mobile Möglichkeiten zur Kraftstoffversorgung. Die neuen Betreuungs- und Versorgungsanhänger helfen dort, wo Menschen unmittelbar Unterstützung benötigen. Sie ermöglichen Betreuung und Versorgung vor Ort und gewährleisten eine autarke Kühlung unabhängig von einer externen Stromversorgung.
Das ist gelebte Resilienz: mögliche Krisen vorausdenken, die richtigen Strukturen schaffen und im entscheidenden Moment handlungsfähig sein. Genau darum geht es uns in dieser Resilienzwoche. Doch die beste Technik allein macht noch keinen starken Katastrophenschutz. Entscheidend sind die Menschen, die sie bedienen. Rund 80.000 Helferinnen und Helfer in Hessen sind bereit, Verantwortung für andere zu übernehmen. Dafür danke ich allen ganz herzlich.
Moderne Ausstattung für unterschiedliche Einsatzlagen
Mit jeweils 26 neuen Sonderanhängern Versorgung Plus und Betreuung erreicht Hessen eine flächendeckende Ausstattung seiner Betreuungszüge. Die Versorgungsanhänger verfügen über ein integriertes Stromaggregat und ermöglichen damit eine autarke Kühlung auch während des Transports. Die Betreuungsanhänger führen die Ausstattung für mobile Anlaufstellen mit, an denen Menschen in Notlagen betreut, versorgt und beraten werden können.Die drei Abrollbehälter Tankstelle stärken zusätzlich die Kraftstofflogistik bei länger andauernden Einsatzlagen. Fahrzeuge, Pumpen und weitere Einsatzmittel können damit unmittelbar im Einsatzraum versorgt werden. Bei Vegetationsbränden können zudem Luftfahrzeuge näher am Einsatzgebiet betankt, Flugwege verkürzt und Einsatzunterbrechungen reduziert werden.
Hessen investiert konsequent in den Brand- und Katastrophenschutz
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist ein Schwerpunkt der Hessischen Landesregierung. Allein 2025 wurden rund 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit konnten mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre gehalten werden. Seit 2016 hat das Land die Beschaffung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 bauliche Maßnahmen mit insgesamt mehr als 200 Millionen Euro unterstützt.Auch 2026 investiert die Hessische Landesregierung zielgerichtet weiter in moderne Ausstattung, leistungsfähige Strukturen und damit in einen starken Brand- und Katastrophenschutz. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können. (nia/pm) +++
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