Im Rhein-Main-Gebiet

Razzia gegen mutmaßliche Online-Glücksspielbande: Haftbefehl vollstreckt

Ermittler zerschlagen mutmaßliches Netzwerk für Online-Glücksspiel.
Symbolfoto: Pixabay

10.09.2026 / FRANKFURT AM MAIN - In einem seit mehr als drei Jahren geführten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Angebots von illegalem Onlineglücksspiel sowie besonders schwerer Steuerhinterziehung hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag einen Haftbefehl vollstreckt und elf Objekte in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet durchsucht. An dem länderübergreifenden Einsatz waren unter anderem Steuerfahnder, Finanzermittler aus NRW und die Frankfurter Polizei beteiligt.



An der Maßnahme waren mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt. Anlass der umfangreichen Ermittlungen ist der Tatvorwurf, dass die bislang identifizierten fünf Beschuldigten seit mindestens Juli 2021 bis heute durchgehend gewerbs- und bandenmäßig Glücksspiel über das Internet angeboten haben sollen, ohne im Besitz der hierzu benötigten deutschen Genehmigung gewesen zu sein.

Ermittler sichern Vermögen in Millionenhöhe

Alleine die im Zeitraum von Juli 2021 bis Ende 2023 illegal über das Internet getätigten Spieleinsätze sollen ca. 5,86 Milliarden Euro betragen. Ferner wird den Beschuldigten zur Last gelegt, im Zeitraum von mindestens Juli 2021 bis heute die auf die durchgeführten Glücksspiele angefallenen Steuern nicht vollständig bzw. überhaupt nicht abgeführt zu haben. Der der Gruppierung alleine für das Jahr 2024 zur Last gelegte Steuerschaden soll bei ca. 77,6 Millionen Euro liegen. Neben den Durchsuchungsbeschlüssen wurde ein Vermögensarrest über insgesamt ca. 82 Millionen Euro vollstreckt.

In diesem Zusammenhang wurden mehrere hochpreisige Kraftfahrzeuge beschlagnahmt und diverse Konten gepfändet. Der durch das Amtsgericht Frankfurt am Main gegen den Hauptbeschuldigten erlassene Haftbefehl wurde gestern am in Frankfurt am Main vollstreckt. (js/pm)+++

An der Maßnahme waren mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt.
Symbolfoto: O|N/ Marvin Myketin

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