"Wir schließen diesen Markt"

Räumungsverkauf läuft: Der BayWa-Baumarkt steht vor dem Aus

Räumungsverkauf läuft, Zukunft offen: Für den BayWa-Baumarkt in Bad Hersfeld gibt es bislang keinen Käufer.
Fotos: Marvin Myketin

10.09.2026 / BAD HERSFELD - "Wir schließen diesen Markt" - das steht inzwischen unübersehbar vor dem BayWa-Baumarkt in Bad Hersfeld. Im Inneren läuft bereits der Räumungsverkauf. Damit deutet derzeit vieles auf das Aus des Standorts hin. Ganz endgültig ist das Ende allerdings noch nicht besiegelt: Für zahlreiche Märkte der insolventen Baumarktkette stehen inzwischen Käufer fest, Bad Hersfeld gehört bislang nicht dazu. Sollte sich kein Investor mehr finden, ist spätestens Ende November Schluss.



BayWa Bau & Garten und HELLWEG befinden sich seit Mitte Juni in einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Ende August wurden die Verfahren vom Amtsgericht Essen eröffnet. Für 17 BayWa-Märkte gibt es inzwischen eine Übernahmelösung. Bad Hersfeld ist nicht darunter. Der Standort wird von der Geschäftsführung weiterhin zu den Märkten gezählt, für die bislang kein Käufer gefunden wurde.

"Wir schließen diesen Markt"

Vor dem Bad Hersfelder Markt ist die Situation inzwischen kaum noch zu übersehen. Ein großes Schild kündigt an: "Wir schließen diesen Markt". Auch im Geschäft selbst hat der Räumungsverkauf begonnen, zahlreiche Artikel werden reduziert angeboten.

Trotz dieser deutlichen Botschaft ist zumindest formal noch eine Hintertür offen. Nach Angaben des Unternehmens laufen für einzelne Standorte ohne bisherige Übernahmelösung weiterhin Gespräche mit möglichen Interessenten. Ob Bad Hersfeld dazugehört, ist derzeit nicht bekannt.

Kündigungen bereits ausgesprochen

Auch für die Beschäftigten bleibt die Lage damit schwierig. An den Standorten ohne Übernahmelösung wurden vorsorglich Kündigungen ausgesprochen. "Die vorsorglichen Kündigungen sind notwendig, um angesichts des laufenden Verfahrens für alle Beteiligten die erforderliche Planungssicherheit zu schaffen", erklärt Co-Sanierungsgeschäftsführer Dr. Karl-Friedrich Curtze.

Der Zeitplan steht dennoch: Findet sich keine Lösung, sollen die betroffenen Märkte bis Ende November 2026 geschlossen werden. Die Löhne und Gehälter seien bis einschließlich November gesichert. Für Bad Hersfeld wird die Zeit damit knapp. "Jede weitere Filiale, die erhalten werden kann, bedeutet zugleich eine Perspektive für die dort beschäftigten Menschen", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. (Constantin von Butler) ++

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