Starker Branchentreff

KOMMUNAL Live zieht Bilanz: Aussteller und Veranstalter zeigen sich zufrieden

Nach zwei Tagen voller Eindrücke fällt die Bilanz der zweiten KOMMUNAL Live durchweg positiv aus.
Fotos: Carina Jirsch / Hendrik Urbin / Hannes Meyer

03.09.2026 / FULDA - Es wurde genetzwerkt, diskutiert und verkauft: Nach zwei Tagen voller Eindrücke ist die KOMMUNAL Live in Fulda-Galerie zu Ende gegangen. OSTHESSEN|NEWS hat mit Initiator Manfred Hommel und mehreren Ausstellern eine Bilanz der zweiten Auflage der Fachmesse gezogen. Das Fazit fällt durchweg positiv aus: Trotz des regnerischen Wetters zeigen sich die Beteiligten sehr zufrieden.



Von Mittwoch bis Donnerstag kamen Fachleute aus kommunalen Betrieben, Straßenmeistereien, Bauhöfen, Entsorgungsunternehmen sowie Vertretungen von Kommunen und Landkreisen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen und Innovationen zu informieren. Mehr als 60 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen dem Fachpublikum.

Mehr Besucher und positive Resonanz

Veranstalter Manfred Hommel zeigt sich mit dem Verlauf der Messe äußerst zufrieden. Besonders erfreulich sei der Anstieg der Besucherzahlen von rund 1.000 im Vorjahr auf 1.231 in diesem Jahr. Noch wichtiger sei für ihn jedoch die Resonanz der Aussteller. In zahlreichen Gesprächen während der beiden Messetage habe sich eine durchweg positive Stimmung abgezeichnet. Viele Unternehmen hätten erfolgreiche Fachgespräche geführt und wertvolle Kontakte geknüpft. "Wir sind sehr zufrieden", erklärt Hommel.

Elektromobilität und Robotik im Fokus

Für den Initiator gab es mehrere Höhepunkte. Besonders beeindruckt zeigt er sich von den Fortschritten im Bereich der Elektromobilität für schwere Nutzfahrzeuge. An vielen Messeständen sei deutlich geworden, wie stark sich elektrisch angetriebene Fahrzeuge inzwischen etabliert haben. Vor allem die größeren Reichweiten und die zunehmend ausgebaute Ladeinfrastruktur wertet Hommel als wichtige Entwicklungen für die Zukunft.

Ein weiteres zentrales Thema war die Robotik. Bereits im Vorfeld hatte Hommel erwartet, dass dieser Bereich auf der Messe eine bedeutende Rolle spielen würde. Vor Ort habe sich gezeigt, welche Innovationen bereits verfügbar sind und welches Potenzial robotergestützte Systeme künftig auch für kommunale Aufgaben bieten. Häufig wird diese Entwicklung durch künstliche Intelligenz unterstützt und dürfte in den kommenden Jahren weiter an Dynamik gewinnen.

Ausbau der Messe geplant

Für die nächste Ausgabe der KOMMUNAL Live soll das Ausstellerportfolio weiter wachsen. Hommel berichtet von Gesprächen mit potenziellen neuen Ausstellern, die sich während der Messe über das Konzept informiert hätten. Anfängliche Zweifel, ob eine Fachmesse dieser Art in Fulda erfolgreich sein könne, hätten sich nach Einschätzung vieler Interessenten zerstreut. Ausschlaggebend seien die zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung sowie die vergleichsweise moderaten Übernachtungskosten. "Auch die vorhandene Infrastruktur und die unkomplizierten Rahmenbedingungen wurden mehrfach gelobt", freut sich Hommel.

Neben einer weiteren positiven Entwicklung der Messe hat der Initiator noch einen besonderen Wunsch: besseres Wetter. Bereits im vergangenen Jahr hatte es am zweiten Messetag geregnet. "Mein größter Wunsch ist, dass wir nicht wieder so viel Pech mit dem Wetter haben", sagt Hommel.

Aussteller loben Fachpublikum

Carsten Wedekind, Verkaufsleiter Transporter Neu- und Sonderfahrzeuge bei Mercedes-Benz, zeigt sich mit der ersten Teilnahme an der Fachmesse zufrieden. Besonders positiv hebt er die hohe Zahl an Fachbesuchern hervor. Gemeinsam mit seinem Team habe er zahlreiche zielführende Gespräche führen können. Einige Besucher seien sogar aus einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern angereist. "Für uns war die Resonanz sehr gut. Wir haben viele Fachgespräche geführt und genau die Zielgruppe erreicht, die für unser Geschäft wichtig ist", sagt Wedekind.

Oliver Burkhardt, Geschäftsführer von Leinweber, und Tim Kurzenknabe, Geschäftsführer von Kurzenknabe, schließen sich dieser Einschätzung an. "Gestern waren wir sehr zufrieden, es lief sogar besser als im vergangenen Jahr", berichtet Burkhardt. Zwar sei der zweite Messetag wegen des wechselhaften Wetters etwas ruhiger verlaufen, dennoch hätten die Besucherzahlen und die Gespräche mit Bauamtsleitern, Bürgermeistern und weiteren kommunalen Entscheidungsträgern überzeugt. Besonders beeindruckt zeigte sich Kurzenknabe von der Vielfalt der ausgestellten Technik. "Die Bandbreite war wirklich beeindruckend", sagt er.

Auch Stefan Frenzel vom Autohaus Rosier in Braunschweig berichtet von zahlreichen interessanten Gesprächen mit Besuchern aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Das Interesse hat sich insbesondere auf Elektromobilität und Ladeinfrastruktur konzentriert. "Wir konnten viel Wissen rund um Ladeinfrastruktur und Elektromobilität an Kunden und Interessierte weitergeben. Wir sind total begeistert", sagt Frenzel.

Große Nachfrage nach innovativer Technik

Ebenfalls zufrieden zeigt sich Christopher Schaus, geschäftsführender Gesellschafter der WEMAG. Die Resonanz auf die präsentierten Produkte sei durchweg positiv ausgefallen. "Die Messe wurde sehr gut angenommen. Wir hatten viele Fachbesucher und interessante Gespräche", so Schaus. Besonders groß sei das Interesse an der Unkrautvernichtungstechnik von Kärcher sowie an Stromerzeugern, Gefahrstofftechnik und moderner Reinigungstechnik gewesen. (jk) +++

X