Zwischen Nahkampf und Wasserwerfer

Bundespolizei hautnah: Hessentags-Sieger beim Sporttest und Auswahltraining

Gewonnen bei der Hessentags-Challenge: 22 Teilnehmer durften einen Erlebnistag bei der Bundespolizei erleben.
Fotos: Mathias Schmidt

03.09.2026 / HÜNFELD - Kampftraining, Biathlon-Schießen und Wasserwerfer in Aktion - für 22 junge Menschen fand am Mittwoch ein besonderer Tag auf dem Gelände der Bundespolizeiabteilung Hünfeld (Landkreis Fulda) statt. Beim Erlebnistag durften die Gewinner der Hessentags-Challenge in die Welt der Bundespolizei reinschnuppern. OSTHESSEN|NEWS war am Tag dabei.



Der Tag heute soll der Gewinn der jeweiligen Tagessieger vom Hessentag sein. Wir wollen ihnen einen Einblick in unsere Arbeit bieten, allerdings sollen sie nicht nur rumsitzen und zuhören, sondern müssen einige Challenges absolvieren, unter anderem den realen Sporttest der Bundespolizei. Was sie noch nicht wissen: Wenn sie den heute bestehen, können sie sich zwei Jahre lang mit diesem Test bei der Bundespolizei bewerben", erzählt Alexander Schuchert, Einstellungsberater und Polizeihauptkommissar bei der Bundespolizei Hünfeld.

Nahkampf-Training und Festnahme-Übungen

Nach der Begrüßung und einer kurzen Vorstellung der Bundespolizeiabteilung Hünfeld ging es für 22 Teilnehmer mit dem Erlebnistag los - elf Jungs und elf Mädchen. Diese hatten sich während des Hessentages als jeweils Tagesbeste in der Sportchallenge durchgesetzt und durften als Belohnung einen Tag lang vor Ort sein. Auch O|N-Reporter Moritz Bindewald hatte im Selbsttest an der Challenge teilgenommen. Nach einem Gruppenfoto ging es mit Blaulicht übers Gelände zur Sporthalle, wo die Teilnehmer im Alter von 14 bis 28 Jahren ihre körperliche Fitness unter Beweis stellen mussten.

"Die Teilnehmer sollen hier einen Einblick in unser Einsatztraining bekommen", erzählt Noel Herbert, Leiter der Sportchallenge am Erlebnistag. "Dieses Training begleitet einen von der Ausbildung bis zum fertigen Bundespolizisten und zur späteren Pension. Dieses Training ist ständiger Begleiter im Beruf des Polizeibeamten", so der Bundespolizist weiter.

Nach Aufwärmübung und Koordinationstraining wurden den Teilnehmern leichte Nahkampfsübungen gezeigt. In Zweiergruppen durften sie abwechselnd das Abblocken und sogenannte 'Schwinger' üben, stets unter Aufsicht der Trainer. Was die Teilnehmer noch nicht wussten: Die Übungen waren der Vorlauf für den späteren Einstellungstest, den die Teilnehmer absolvieren konnten.

Auswahldienst prüft die Fähigkeiten

Diktat, Sporttest, Auswahlgespräch und medizinische Untersuchung - vier Bestandteile besitzt Prüfung, die später am Tag durch den Auswahltest vorgenommen wurde. Zum sportlichen Teil gehörten Sprinten, Ausdauer und Koordination, der unter Realbedingungen durchgeführt wurde. Wer den Test besteht, besitzt einen zwei Jahre gültigen Nachweis der Leistung, mit der er sich bei der Bundespolizei bewerben kann. "Das normale Verfahren hat natürlich einen längeren Ablauf normalerweise. Da haben die Teilnehmer heute wirklich das Glück, das bereits jetzt mitnehmen zu können und sich vielleicht damit zu bewerben", so der Polizeihauptkommissar Alexander Schuchert.

Der Sporttest brachte die Teilnehmer bereits früh ins Schwitzen. Natürlich war es bei der Altersspanne schwierig, ein gleichmäßiges Training zu realisieren. "Die Altersspanne war natürlich etwas schwierig. Wir haben aber versucht, das so zu gestalten, dass für jeden etwas dabei ist", so der Ausbilder Noel Herbert. Beim späteren Ausdauerlauf galt es für die männlichen Teilnehmer 2.400 Meter in 12 Minuten zu laufen. Die weiblichen Teilnehmer mussten 2.000 Meter in der gleichen Zeit zu absolvieren. "Das setzt natürlich eine körperliche Fitness voraus. Unsere Tests sind aber transparent auf der Bewerbungshomepage der Bundespolizei einsehbar, sodass sich Interessierte da entsprechend drauf vorbereiten können", so Alexander Schuchert.

Schweres Geschütz: Wasserwerfer Hün3 als Highlight

Für ein besonderes Highlight des Tages wurde von der Bundespolizei besonders schweres Geschütz aufgefahren. Wasserwerfer HÜN3, zuletzt unter anderem beim G7-Gipfel in Genf im Einsatz, durfte von der ersten Gruppe hautnah bestaunt werden. 32 Tonnen Gewicht, 10.000 Liter Wasser und eine Wasserpumpe, die 217 PS Leistung zustande bringt. Neben der Erläuterung der technischen Einzelheiten durften die Teilnehmer selbst ins Fahrzeug steigen. Eine zweite Gruppe durfte sich parallel im Biathlonschießen versuchen. (kru) +++

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