Zimmerzuschnitt bereits zu sehen

Bau vom "Haus Lichtermeer": AWO-Hospiz im Vogelsberg schreitet voran

Investor, Träger und Stiftung bei der Begutachtung der Baustelle vor einigen Tagen. (von links nach rechts: Tanja Bohn, Linda Sartor, Barbara Becker, Ulrich Bauch und Ralf Bohn)
Fotos: Traudi Schlitt

02.09.2026 / ALSFELD - Es tut sich was am Lieden, auch wenn die Baustelle für das Vogelsberger Hospiz "Haus Lichtermeer – Unser AWO-Hospiz im Vogelsberg" von der Straße aus noch einen recht ruhigen Eindruck macht. Hinter dem ehemaligen Speditionsgebäude allerdings wird seit dem Spatenstich im März dieses Jahres eifrig gearbeitet. Nun kann man bereits die Aufteilung der Gästezimmer erkennen.



"Wir haben direkt nach dem Spatenstich mit den nötigen Abrissarbeiten begonnen", sagt Karsten Schmidt, der vom Architekturbüro Schmidt und Strack die Fäden auf der Baustelle in der Hand hält, anlässlich einer Baubegehung mit Investor und Träger. Schmidt weiß über jede offene Anfrage Bescheid, hat die großen Linien im Kopf und steht in ständigem Austausch mit den Betrieben, die für die einzelnen Gewerke beauftragt sind. Allesamt kommen diese aus der näheren Umgebung. Für das investierende Unternehmen, die Carus Holding, ist dies eine wichtige Prämisse. Ralf Bohn: "Unser Ziel ist ja zum einen, aus altem Bestand sinnvolle und zeitgemäße Projekte umzusetzen. Gleichzeitig möchten wir aber auch die Region stärken."

Große Fortschritte bereits sichtbar

Vor wenigen Tagen konnten sich auch AWO-Geschäftsführer Ulrich Bauch und die AWO-Projektverantwortliche Linda Sartor einen ersten Eindruck vom neuen Hospiz verschaffen. "Wir stehen jetzt in Zimmer 5", erklärte Ralf Bohn unter Zuhilfenahme des großen Bauplans. Längst schon liegt die Bodenplatte und die Wände zwischen den Balkonen stehen bereits. Ein Blick auf den Plan verrät neue Details, die sich im Verlauf der Arbeiten unter anderem aus Gesprächen mit Fachplanern und Behörden neu ergeben haben. Deutlich ist zu sehen, dass der Begegnungsraum über eine große Lichtkuppel verfügt – nur eines von vielen Elementen, die die Aufenthaltsqualität in dem Hospiz anheben: Ein großer Garten mit Teich ist geplant, ein Kamin für beide Gemeinschaftsräume, eine Bibliothek, ein Innenhof. Auch die Räume für die Mitarbeitenden wurden von Fachplanern praxisnah konzipiert.

Nach den Abbrucharbeiten im April wurden zunächst die Erdbauarbeiten durchgeführt, berichtete Schmidt den Teilnehmenden des Rundgangs, darunter auch Tanja Bohn und Barbara Becker als Stiftungsratsvorsitzende der Lichtermeer-Stiftung, die ebenfalls in die Planungen involviert sind. Parallel zum Rohbau fanden Holzarbeiten am verbleibenden Gebäude statt. "Mit den vielen verschiedenen Betrieben auf der Baustelle kommen wir gut voran und können unseren ambitionierten Zeitplan einhalten", erläuterte der Architekt.

Bis Ende September soll der Rohbau stehen, dann geht es an die Holzarbeiten für die Dachstühle; bis zum Winter soll der komplette Bau wetterfest geschlossen sein. "Bis dahin ist noch viel zu tun", weiß der Architekt, "denn gerade die Kombination aus Alt und Neu ist anspruchsvoll und erfordert ein Denken und Planen in viele Richtungen." Nicht zuletzt, weil gerade die alte Substanz mitunter für die verschiedensten Überraschungen gut ist und auch der Denkmalschutz bei allen Maßnahmen Beachtung finden muss.

Inbetriebnahme für Herbst nächstes Jahr geplant

Sowohl der Investor als auch der Träger gewannen einen positiven Eindruck vom Baufortschritt, der nach wie vor eine Inbetriebnahme des Hauses im Herbst des nächsten Jahres vorsieht. Über eine ganze Reihe qualifizierter Bewerbungen kann sich Linda Sartor jetzt schon freuen: "Es gibt bereits Bewerbungen von Fachkräften aus der Region", sagt sie und ermuntert alle Interessierten, auch aus Verwaltung und Hauswirtschaft sowie Pflegekräfte, sich bei der AWO zu melden. (pm/kru) +++

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