Fassanstich, Mundart, volles Programm

875 Jahre Dittlofrod: Ein ganzes Dorf startet ins große Jubiläumswochenende

875 Jahre Dittlofrod: Mit vielen Gästen, Grußworten, Fassanstich und Mundart ist der Ort am Freitagabend in sein großes Jubiläumswochenende gestartet.
Fotos: Tizia Wegfahrt

29.08.2026 / EITERFELD - Jetzt wird gefeiert: Dittlofrod (Landkreis Fulda) ist am Freitagabend in sein großes Jubiläumswochenende gestartet. 875 Jahre Dorfgeschichte stehen hinter dem Eiterfelder Ortsteil - und zum Auftakt kamen zahlreiche Dittlofroder, ehemalige Einwohner und Gäste vor dem Feuerwehrhaus zusammen. Nach den ersten Grußworten und dem Fassanstich ging es am Abend mit Mundart weiter.



Bevor das erste Bier floss, gehörte die Bühne zunächst Lothar Mihm vom Heimat- und Geschichtsverein. Hinter ihm und den vielen Helfern liegen Monate der Vorbereitung. Vereine aus dem Ort, freiwillige Helfer und zahlreiche Unterstützer haben das Fest gemeinsam auf die Beine gestellt.

"Schön, dass eine so stattliche Zahl zur Eröffnung unseres Festwochenendes gekommen ist. Wir starten heute in den 875. Geburtstag von Dittlofrod - Heimat für Menschen seit 1151", sagte Mihm.

"Lothar, wir haben Durst"

Zum Auftakt waren auch Bundestagsabgeordneter Pierre Lamely (AfD) und Landtagsabgeordnete Stefanie Klee (CDU) nach Dittlofrod gekommen. Lamely griff in seinem Grußwort eine historische Geschichte aus dem Ort auf und schlug dabei den Bogen zur heutigen Politik. "Nicht jede Regel, die da oben gemacht wird, ist wirklich klug. Nicht jede Regel ist von Dauer - und ihr seid hier ganz schön einfallsreich. Diesen Einfallsreichtum nehme ich gerne mit nach Berlin", sagte er. Auch für das ehrenamtliche Engagement im Dorf fand er lobende Worte.

Klee erinnerte sich noch gut an das 850-jährige Jubiläum vor 25 Jahren. "Dittlofrod ist ein Ort, in den ich immer wieder gerne komme, weil ihr eine tolle Gemeinschaft habt. Ihr feiert tolle Feste und haltet einfach zusammen. Das ist ganz wichtig."

Dann wurde es langsam Zeit für den Fassanstich. Fabian Sauer dankte im Namen des Ortsbeirats noch einmal allen, die in den vergangenen Monaten mit angepackt hatten. Lange wollte er die Gäste allerdings nicht mehr warten lassen. "Ich denke, wir haben ein tolles Wochenende vor uns. Vielen Dank an die ganze Organisation und alle freiwilligen Helfer. Und ich würde sagen: Lothar, wir haben Durst."

Drei Tage Programm im Dorf

Mit dem Mundartabend war der Freitag noch lange nicht vorbei. Am Samstag geht es ab 13 Uhr mit dem Dreschfest weiter. Gerade für Kinder ist einiges vorbereitet: Bulldog-Parcours, Strohpyramide, Reiterhof-Erlebnis und Hüpfburg gehören zum Programm. Ab 18 Uhr gibt es Haxen, eine Stunde später startet der Dorfabend mit dem Ringbergecho.

Früh beginnt dagegen der Sonntag. Um 8.30 Uhr steht die Festmesse an, anschließend folgen Friedhofsgang und Kranzniederlegung. Danach geht es im Dorfgemeinschaftshaus mit einem kleinen Festakt weiter. Ab 14 Uhr wird es noch einmal gemütlicher. Beim Konzert-Café klingt das Jubiläumswochenende aus. Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei. Mit dabei ist natürlich auch das Team von OSTHESSEN|NEWS, das das Jubiläumswochenende ausführlich begleitet. (Constantin von Butler) ++

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