Süße Melancholie im Museumshof
Zwischen Indierock und Post-Punk: Betterov bei "Kultur.Findet.Stadt"
Fotos: Philipp Gerhard
29.08.2026 / FULDA -
Die Konzertreihe "Kultur.Findet.Stadt" begeistert nun schon eine ganze Weile den Museumshof und natürlich auch die Konzertbesucher. Nun ist das letzte Veranstaltungs-Wochenende angebrochen und es wurde Zeit für einen kleinen Stilbruch. Mit "Betterov" hält zumindest für einen Abend eine gewisse Melancholie Einzug in die Domstadt - was aber natürlich nichts Schlechtes sein muss.
Betterov heißt eigentlich Manuel Bittorf und ist der Region gar nicht so fremd. Er kommt ursprünglich aus dem benachbarten Wartburgkreis in Thüringen - um genauer zu sein aus der Kreisstadt Bad Salzungen. Seine Musik nimmt starke Einflüsse aus der frühen Indierock-, Post-Punk- oder New-Wave-Szene. Zum ersten Mal trat er übrigens auf dem Burg-Herzberg-Festival mithilfe des KUZ Kreuz in Fulda auf - im Jahr 2015. Eine Woche später bekam er dort seine ersten 400 Euro. "Das hätten sie nicht machen müssen, aber das zeigt, wie toll die Branche hier ist. Vielen Dank an das Kreuz! Wenn ihr euer Geld anlegen wollt, dann dort."
Hervorragende Stimmung um "Viertel vor irgendwas"
Zu Beginn regnete es, aber schnell verzogen sich die grauen Wolken und der Bereich vor der Bühne füllte sich. Mit leichter Verspätung betrat die Band dann endlich die Bühne und zeigte schon gleich zu Beginn, wie viel Power in ihr steckt.Nicht oft kommt es vor, dass so ein Ausnahmekünstler seinen Weg nach Fulda findet, aber vielleicht hat "Kultur.Findet.Stadt" ja genau so jemanden wie Betterov gebraucht, um zu zeigen, was die deutsche Musiklandschaft zu bieten hat - nämlich einiges, was unter dem Radar vieler läuft.