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Auf Sonnenfinsternis folgt weiteres Himmelsspektakel: Mondfinsternis am Freitag

Der Monat August meint es gut mit uns: Erst die eindrucksvolle Sonnenfinsternis, nun folgt am frühen Freitagmorgen eine partielle Mondfinsternis.
Symbolfoto: pixabay

28.08.2026 / REGION - Der Monat August meint es gut mit uns: Erst die eindrucksvolle Sonnenfinsternis, nun folgt am frühen Freitagmorgen eine partielle Mondfinsternis. Doch ausgerechnet zwei Faktoren könnten das Erlebnis trüben - Wolken und die einsetzende Morgendämmerung.


In den frühen Morgenstunden tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Ein Moment, der unter idealen Bedingungen für ein spektakuläres Bild am Himmel sorgen würde: hochstehender Mond, tiefe Nacht, klare Sicht. Doch Mark Streit, ehrenamtlicher Leiter des Planetariums im Fuldaer Vonderau Museum und der Hans-Nüchter-Sternwarte, dämpft die Erwartungen: "Man sollte nicht erwarten, sehr viel zu sehen. So viel wird nicht passieren." Zwar könnten sich einzelne Wolkenlücken auftun, insgesamt aber bleibt die Prognose verhalten. So sagte auch Astronom Michael Passarge: "Ein freier Horizont ist entscheidend - am besten eine Anhöhe oder ein Standort ohne Bäume und Häuser in Richtung Westsüdwest."

Der Eintritt in den Kernschatten erfolgt um 4:34 Uhr, der Höhepunkt gegen 6:12 Uhr. Dann sind rund 94 Prozent des Monddurchmessers verdunkelt - übrig bleibt nur eine schmale, helle Sichel. Der verfinsterte Teil kann rötlich schimmern, doch genau in dieser Phase setzt bereits die Morgendämmerung ein. Das macht die Beobachtung zusätzlich schwierig. Um 7:52 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten wieder - zu diesem Zeitpunkt ist er in Deutschland längst untergegangen. Passarge bezeichnet 5:30 Uhr bis 6:35 Uhr als "die entscheidende Zeit". Das Maximum um 06:12 Uhr sei in Bad Salzschlirf noch knapp über dem Horizont zu sehen.

Blick mit dem bloßen Auge möglich

Gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt Streit: "Auf eine Sonnenfinsternis folgt oft etwa zwei Wochen später eine Mondfinsternis - oder auf eine Mondfinsternis eine weitere Sonnenfinsternis." Nur selten seien die zu einer solchen "Finsternis-Saison" gehörigen Sonnen- und Mondfinsternisse allerdings auch vom selben Ort auf der Erde aus sichtbar. Aber genau das ist jetzt der Fall! Dennoch ist die Mondfinsternis - so wie die Sonnenfinsternis - nur zum Teil sichtbar.

Trotz der Einschränkungen lohnt sich - für diejenigen, die Lust und Zeit haben - der Blick gen Himmel. "Die Mondfinsternis lässt sich super mit dem bloßen Auge beobachten", sagt er im Gespräch mit O|N. Auch fotografisch lasse sich das Himmelsereignis gut festhalten. Mit Teleobjektiv gelingt das besonders gut, aber selbst ein Smartphone reicht aus. Anders als bei der Sonnenfinsternis sind keine Schutzmaßnahmen nötig - weder für Augen noch für Kamerasensoren.

Wer die Finsternis verpasst oder nur schemenhaft erkennt, muss aber nicht lange warten: Eine Halbschattenfinsternis steht bereits am 21. Februar 2027 bevor. Und die nächste totale Mondfinsternis lässt sich am 31. Dezember 2028 beobachten.

Auch wenn die Wolken den Blick trüben könnten, bleibt die Mondfinsternis ein besonderes Ereignis. Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher dürfen hoffen. Und genau diesen Moment möchten wir mit Ihnen teilen. Wenn Sie die Mondfinsternis beobachten und fotografisch festhalten, schicken Sie uns gerne Ihre Fotos im Querformat (!) an redaktion@osthessen-news.de. (mis) +++

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