Was geht nach Osthessen?
Rund 459 Millionen für Hessens Kommunen: Investitionsfonds auf Rekordniveau
Symbolbild: Pixabay
20.08.2026 / REGION -
Ein Schulneubau, die Sanierung eines Krankenhauses oder eine neue Ausstattung für die Feuerwehr – das sind nur einige Beispiele für insgesamt 144 kommunale Projekte, die mithilfe des Hessischen Investitionsfonds vor Ort umgesetzt werden können. Mit unterschiedlichen Darlehensformen gibt der Fonds Rückenwind für die Weiterentwicklung kommunaler Infrastruktur – und das in diesem Jahr auf einem Rekordniveau von insgesamt knapp 459 Millionen Euro. Finanzminister Lorz hat die Kommunen über die vorgesehenen Darlehen für ihre jeweiligen Projekte informiert.
"Auch 2026 unterstützt die Landesregierung die hessischen Kommunen mit günstigen Darlehen, damit sie Investitionen in ihre Infrastruktur zu besseren Konditionen finanzieren können. Das Geld fließt in Projekte, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger ganz konkret verbessern: etwa neue Kitas und Schulen, modernisierte Verkehrswege oder Investitionen in den Brandschutz. Noch nie zuvor hat der Hessische Investitionsfonds dabei ein so hohes Gesamtvolumen erreicht: Mit rund 459 Millionen Euro für 144 Projekte klettert er in diesem Jahr auf ein neues Rekordniveau", so Hessens Finanzminister Alexander Lorz.
Ein Großteil, nämlich 253 Millionen Euro, fließt in Schule und Bildung, aber auch Städtebau und Stadtentwicklung sowie Gewässerschutz stehen im Fokus.
Das geht nach Fulda, Hersfeld-Rotenburg, den MKK und Freiensteinau
Insgesamt 12 Projekte des Landkreises Fulda und seiner Kommunen mit einem Fördervolumen von 39 Millionen Euro können dank des Investitionsfonds in die Tat umgesetzt werden. Dazu zählen die Sanierung der Kindertagesstätte Magdlos in Flieden, der Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Comeniusschule in Kalbach und die Innensanierung der Grundschule in Hattenhof sowie zahlreiche weitere Vorhaben.Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg profitiert mit einem Fördervolumen von mehr als 6 Millionen Euro vom Hessischen Investitionsfonds. Damit werden Investitionen in die Schulen und den Straßenbau ermöglicht, wie beispielsweise die Sanierung der Turnhalle der Herzbergschule in Breitenbach und Bauarbeiten an der K60 bei Bebra-Lüdersdorf.
Speziell die Gemeinde Freiensteinau profitiert mit einem Fördervolumen von mehr als 700.000 Euro vom Hessischen Investitionsfonds. Damit wird der Erwerb des denkmalgeschützten Amtshofs in Freiensteinau sowie neue Ausstattung und ein neues Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr in den Ortsteilen Radmühl und Nieder-Moos ermöglicht. "Ich wünsche allen Beteiligten vor Ort gutes Gelingen", so Lorz.
Was ist der Hessische Investitionsfonds?
Beim Hessischen Investitionsfonds handelt es sich um ein Sondervermögen des Landes, das bereits 1970 zur verstärkten Förderung kommunaler Investitionen zugunsten der hessischen Städte, Gemeinden und Landkreise gebildet wurde. Über den Hessischen Investitionsfonds stellt das Land den hessischen Kommunen günstige Darlehen für Infrastrukturprojekte zur Verfügung. Dafür stehen in jedem Jahr drei Fördertöpfe mit unterschiedlichen Konditionen bereit, aus denen die Städte, Landkreise und Gemeinden Darlehen für einzelne Projekte beantragen können.
Welche Vorteile haben die Darlehen des Hessischen Investitionsfonds für die Kommunen?
Die Darlehensförderung des Hessischen Investitionsfonds bietet einerseits dauerhaft stabile und somit berechenbare Zinsen – und andererseits kapitalmarktnahe und vom Land verbilligte Zinskonditionen. Durch die Unterstützung des Landes weisen diese in der Regel einen niedrigeren Kundenzinssatz auf als vergleichbare Darlehen auf dem Kapitalmarkt. Gerade seit dem Ende der Niedrigzinsphase sind die Darlehen des Hessischen Investitionsfonds im Vergleich zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für die Kommunen besonders attraktiv – und werden entsprechend stark nachgefragt.Wie ist die regionale Verteilung der diesjährigen Darlehensförderung?
Die rund 459 Millionen Euro des Darlehensprogramms 2026 verteilen sich auf die hessischen Regionen wie folgt: Auf Südhessen (Regierungsbezirk Darmstadt) entfallen mehr als 344 Millionen Euro, auf Mittelhessen (Regierungsbezirk Gießen) rund 37 Millionen Euro und auf Nordhessen (Regierungsbezirk Kassel) fast 78 Millionen Euro. Größte Nutznießerin unter den Städten und Gemeinden ist in diesem Jahr die Stadt Frankfurt mit 56,5 Millionen Euro.Eine Übersicht über alle hessenweit 144 geförderten Projekte finden Sie unter finanzen.hessen.de. (pg/pm) +++
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