Grillparty auf der Feuerwache
Innenminister Dobrindt auf Sommerreise: Paletten löschen statt Berliner Feuer
Fotos: Moritz Rös
21.08.2026 / EISENACH -
Mit dem Bundesinnenminister im Löschfahrzeug, am ersten Rohr und Grillbuffet: Der Besuch von Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwochabend bei der Feuerwehr Eisenach war alles andere als üblich. Keine langen Grußwortarien, keine Selbstbeweihräucherung, sondern gut zweieinhalb Stunden Zeit für den Austausch unter den Kameraden.
Im Schlepptau die Berliner Hauptstadtpresse machte der Minister Station in der historischen Stadt an der hessisch-thüringischen Landesgrenze. Neben dem Besuch der Wartburg und auf dem Marktplatz fuhr der Reisebus samt Dobrindt pünktlich auf die Minute am Abend auf dem Hof der Feuerwehr vor.
"Feuerwehr ist immer ein Traum"
Das war es aber auch schon mit großen Worten. "Wir haben eine Übung vorbereitet. Wenn Sie möchten, können Sie gerne teilnehmen", sagt der Leiter der Feuerwehr. Mit Einsatzjacke und Handschuhen ausgerüstet ging's ins Löschfahrzeug. Ein Stapel Holzpaletten wurde in Brand gesetzt. In Berlin sei er es gewohnt, die Brände zu löschen, die andere gelegt haben, lächelt Dobrindt, während er mit dem ersten Rohr und "Wasser marsch" den Flammen entgegnete. Auf die Frage eines Journalisten, ob in Berlin die Brände auch so einfach zu löschen seien, sagte der Innenminister: "Dort habe ich meistens nicht so viele Unterstützer" und "Feuerwehr ist immer ein Traum".Am Horizont zieht das große Gewitter auf, der Regen prasselt auf die löchrigen Betonplatten. Irgendwie passt alles an diesem Abend, die ganze Bandbreite von Feuerwehrleben. Immer bereit, immer da für die Mitmenschen. Genau diese Professionalität von Ehrenamtlichen und Hauptamt lobt der CSU-Politiker nochmals. Dann entschwinden der Minister und sein Troß in ein Eisenacher Hotel, um am nächsten Tag nach Nordhessen weiterzureisen.
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