Am Sonntag wird gewählt

Bürgermeisterwahl in Wartenberg: Kandidat Karsten Ittmann im Gespräch

Karsten Ittmann will Bürgermeister in Wartenberg werden
Fotos: Moritz Pappert

28.08.2026 / WARTENBERG - Die Gemeinde Wartenberg (Vogelsbergkreis) bekommt einen neuen Bürgermeister. Das steht schon mal fest. Wer es wird, ist noch unklar. Klar ist aber: Amtsinhaber Olaf Dahlmann (SPD) wird nicht mehr antreten. Seine Nachfolge für die Wahl am 30. August streben nun Norbert Wienold (parteilos) und Karsten Ittmann (parteilos) an. Wir stellen die Kandidaten vor. Heute: Karsten Ittmann.



Karsten Ittmann (53) ist in Wartenberg aufgewachsen und seit vielen Jahren kommunalpolitisch und im Sportverein engagiert. Zehn Jahre war er für die SPD in der Gemeindevertretung - "ohne Parteibuch". Danach ein Jahr für die Wählergemeinschaft WAL. Von dieser und von der CDU wird der 53-Jährige bei seiner Kandidatur unterstützt. Beruflich war Ittmann zunächst in der Industrie tätig, bevor er 2011 in den Berufsschuldienst wechselte. Heute ist er Lehrer an der Vogelsbergschule in Lauterbach.

Seine Kandidatur begründet Ittmann vor allem mit seiner Kritik an der Entwicklung der Gemeinde unter Amtsinhaber Olaf Daimann. "Ich bin jemand, der nicht nur meckert, ich bin jemand, der dann auch Verantwortung übernimmt", sagt er. Wartenberg habe sich aus seiner Sicht in den vergangenen Jahren nicht ausreichend entwickelt. "Deshalb habe ich schon im Juni letzten Jahres bekanntgegeben, dass ich kandidieren werde", erklärt Ittmann.

"Hier geht es um die Gemeinde"

Dass er als parteiloser Kandidat antritt, erklärt Ittmann so: "Ich bin der Meinung, Parteienideologie hat auf unserer kleinen kommunalen Ebene nichts verloren. Ich denke, hier geht es um die Gemeinde, um die Bürgerinnen und Bürger. Und ich bin ein Mensch, der hier mit der Gemeinde und mit den Leuten stark verwurzelt ist." Als Bürgermeister will er versuchen, Verwaltung, Bauhof, Gremien und Bürger mitzunehmen.

Ganz oben auf seiner Prioritätenliste steht das Sportzentrum in Landenhausen. Auch Wasser, Abwasser und Straßen seien zentrale Aufgaben. Zudem will Ittmann die Bauleitplanung vorantreiben – unter anderem beim Wohngebiet an der Alten Straße in Landenhausen und beim geplanten Gewerbegebiet in Angersbach. Auch das Entwickeln von Konzepten für das Bahnhofsgebäude und das Gelände der ehemaligen Gaststätte "Zum Löwen" in Angersbach sowie den Radweg nach Müs will er angehen.

"Ein Macher für Wartenberg"

Die Rückmeldungen der Wartenberger seien bisher sehr positiv gewesen. "Das ist sehr aufbauend und motivierend", freut sich der 53-Jährige. Sein Wahlkampfmotto lautet "Ein Macher für Wartenberg". Damit beschreibt Ittmann auch seinen politischen Ansatz: "Ich bezeichne mich als Praktiker, als Pragmatiker" – jemand, der Probleme angeht und nach Lösungen sucht.

"Ich werde versuchen, mich mit Fleiß und mit Engagement einzusetzen. Wartenberg ist für mich eine Herzensangelegenheit", sagt Ittmann abschließend. (Moritz Pappert) +++


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