Vielseitige Herausforderungen
Erfolgreicher Auftakt: Eiterfeld wird zur Bühne für Working Equitation
Fotos: Privat
11.08.2026 / EITERFELD -
Am Samstag stand beim LRFV Eiterfeld alles im Zeichen der Working Equitation. Nachdem im vergangenen Jahr mehrere Lehrgänge in dieser – zumindest in Osthessen – noch neuen Turnierdisziplin stattgefunden hatten, wagte sich Diana Bein daran, auf dem Hausturnier einige Einsteigerprüfungen auszuschreiben.
Working Equitation lehnt sich an die alten europäischen Arbeitsreitweisen aus Südeuropa an. Hier werden typische Hindernisse aus der Arbeitsreitweise in einen Parcours integriert, der aus Brücken, kleinen zu überwindenden Sprüngen, Slalom oder Glockengasse besteht.
Anspruchsvolle Disziplin mit vielseitigen Aufgaben
Ein Tor zu öffnen, zu durchreiten und wieder zu schließen, gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Ab Klasse L wird es für Zuschauer und Reiter gleichermaßen spannend, denn da kommt noch der Speedtrail hinzu, wo dieser Parcours dann auf Zeit absolviert werden muss. Kurz gesagt: Working Equitation ist eine hoch anspruchsvolle Disziplin, die vom Pferd viel Rittigkeit abverlangt, Abwechslung in den Trainingsalltag bringt und auch für Zuschauer sehr spannend anzusehen ist.Gelungene Premiere bei bestem Sommerwetter
Bei bestem Sommerwetter stand für die Reiter zunächst ein Dressurtest und anschließend ein ansprechend und liebevoll aufgebauter Trailparcours auf dem Platz. Für die Premiere dieser Disziplin wurde improvisiert: Das Tor beispielsweise wurde aus dem Hindernisteil "Mauer" der Eiterfelder Springreiter eigens zusammengebaut und sah entsprechend beeindruckend aus. 13 Starter in der Klasse A und 11 Starter in der Klasse E fanden sich am Samstag in Eiterfeld ein. "Von den mehr als 40 Personen, die die vorbereitenden Lehrgänge mitgeritten hatten, haben sich leider nur wenige zugetraut, ihr erlerntes Können auf dem Turnier zu zeigen", resümiert Diana Bein. Organisatoren ziehen positives Fazit
Dabei sind diese WBO-Einsteigerprüfungen für Neulinge aufgelegt worden. Dennoch zeigten sich das Orgateam sowie Richter Axel Kühn sehr zufrieden und optimistisch. So wurden das Vereinscatering sowie die vielen helfenden Hände, die für das Gelingen notwendig sind, lobend erwähnt. Gerade, wenn erstmalig eine solche Prüfung ausgeschrieben wird, sind der sonst in dem rührigen Verein vorhandenen Routine Grenzen gesetzt, da man sich mit dem Reglement und den "neuartigen" Hindernissen erst einmal befassen muss.Mitja Hinzpeter sorgt für sportliches Highlight
Ein Highlight war, dass der mehrfach auf internationalen Meisterschaften in Working Equitation erfolgreiche Mitja Hinzpeter am Start war. Er hatte ein Kundenpferd gesattelt und konnte mit Roneo die Klasse A vor Angela Fröhlich und Vera Staber auf den Plätzen 2 und 3 für sich entscheiden. In der Klasse E siegte Lisa Fieder auf Speedy vor Charlotte Krebs und Ina Wagner. Insgesamt waren die Platzbedingungen sowie die Stimmung großartig und alle Reiterinnen und Reiter waren zufrieden. (pm/jk) +++