Bescheidübergabe durch Landrat Warnecke
Verschiedene Projekte: Geldregen in Höhe von 60.000 Euro für die Gemeinde
Fotos: Kevin Hildebrand
11.08.2026 / NIEDERAULA -
Für die Marktgemeinde Niederaula war der Montag ein Tag zum Feiern. Torsten Warnecke, Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, war mit Tanja Hartdegen, Mitglied des Hessischen Landtages, zu Besuch im Rathaus des Dorfes. Mit im Gepäck hatten sie zwei Förderbescheide, die Niederaula insgesamt einen Geldregen in Höhe von rund 60.000 Euro bescheren.
Damit werden zwei Projekte gefördert, die das Dorf zukünftig um weitere Attraktionen bereichern soll: die Umgestaltung des Kirchplatzes in einen zentralen Dorfplatz sowie die Sanierung und Neugestaltung des alten Bürgerhauses.
Erhalt und Stärkung der Dörfer: Niederaula ist dabei
Die Geldmittel stammen aus dem sogenannten Förderprogramm "IKEK" (integriertes kommunales Entwicklungskonzept) der hessischen Dorfentwicklung. Es unterstützt Kommunen, Dörfer und Co. dabei, sich gegen den demografischen Wandel zu wappnen und öffentliche und private Projekte umzusetzen.Dafür werkelten die Mitglieder des Gemeindevorstands in den letzten fünf Jahren an Entwicklungskonzepten, welche dann mit einem Förderantrag bei der Kreisverwaltung eingereicht wurden. Und – zum Glück für die Aulataler – wurden die Konzepte bewilligt, wie die Anwesenheit von Landrat Warnecke zeigte.
Mehr Leben für die Ortsmitte von Niederaula
Als erstes Projekt gefördert: die Gestaltung des Kirchplatzes in einen zentralen Dorf- und Gemeindeplatz. Dieser befindet sich in der Hand der Niederaulaer Kirche und gemeinsam hat man sich auf die öffentlichkeitswirksame Nutzung des Platzes in Zukunft geeinigt. Das Projekt, welches nun in die Planungsphase geht, wird mit rund 10.000 Euro bezuschusst und soll im Mittelpunkt des Dorfs einen Platz für Feste, Versammlungen und Begegnungen schaffen. Das alte Bürgerhaus wird modernisiert
Projekt Nummer zwei handelt von dem alten Bürgerhaus, welches in den vergangenen Jahren unter anderem auch als Kindergarten genutzt wurde. Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach verriet im Rahmen der Bescheidübergabe, dass vor allem die Fassade des Gebäudes nicht mehr zeitgemäß sei. Zudem sei es nicht barrierefrei.Im Inneren macht die Heizungsanlage Probleme, auch die muss erneuert werden. Dafür sind im nächsten Schritt 78.000 Euro veranschlagt. Über das Förderprogramm gibt es knapp 50.000 Euro Zuschuss.
Fertigstellung dauert noch mehrere Jahre
Wann die beiden Projekte letzten Endes fertiggestellt sein werden, dazu konnte Bürgermeister Rohrbach keine genaueren Angaben machen. Er sagte: "Es wird mit Sicherheit noch zwei bis drei Jahre dauern, bis wir die erste Einweihung feiern dürfen." Bis dahin hofft er, dass Planung und Bau der beiden Projekte reibungslos voranschreiten. Und dass Landrat Torsten Warnecke die Marktgemeinde auch in Zukunft nochmal besucht, um sich selbst von dem Fortschritt zu überzeugen. Und vielleicht auch in der Hoffnung, dass er dabei weitere Förderungsbescheide im Gepäck hat. (Kevin Hildebrand) +++