Großeinsatz wegen Waldbrand: Polizei schließt Brandstiftung nicht aus
Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Rodenbach (Main-Kinzig-Kreis) haben mit mehreren Waldbränden zu kämpfen.
Fotos: Andreas Bejm
11.08.2026 / RODENBACH -Seit Montag sind zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei im Waldgebiet rund um Rodenbach im Einsatz, um mehrere Brände zu bekämpfen. Die Ursache für die Entstehung der jeweiligen Feuer ist bislang unklar. Auch am Dienstag laufen hier noch die Nachlöscharbeiten.
Kurz vor 12 Uhr am Montag gingen mehrere Notrufe ein, nachdem Zeugen Rauchentwicklung aus dem Wald nahe einer Wochenendhaussiedlung ("Wingerte") gemeldet hatten. Der Rauch war bereits aus größerer Entfernung sichtbar. Im Verlauf der Löscharbeiten wurden weitere Brandstellen rund um Oberrodenbach festgestellt, sodass die Einsatzkräfte ihre Maßnahmen koordinieren mussten.
Da sich die Brandherde in teils schwer zugänglichem Gelände befanden, unterstützten ein Hubschrauber sowie Drohnen der Polizei die Einsatzmaßnahmen. Der Polizeihubschrauber kam zudem mit einem sogenannten "Bambi Bucket" – einem Löschwasserbehälter – zum Einsatz und half bei der Brandbekämpfung. Auch zwei Fluggeräte der bayerischen Polizei waren mit eingebunden. Die Löscharbeiten wurden durch den teils kräftigen Wind erschwert. Einer der Brandherde befand sich am Ortsrand von Oberrodenbach im Bereich der Tennisplätze. Ein weiteres Feuer wütete in der Nähe der Wochenendhaussiedlung und drohte, sich weiter in Richtung der dortigen Gebäude auszubreiten. Durch den schnellen und gezielten Einsatz der Feuerwehr konnte eine Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Gebäude abgewendet werden.
Da sich zum Zeitpunkt des Brandes Personen in der Siedlung aufhielten, forderte die Polizei diese vorsorglich auf, einen Teilbereich der Siedlung vorübergehend zu verlassen. Zusätzlich wurden unter anderem dort zwischenzeitlich Schneisen angelegt, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Um Rettungswege freizuhalten, wurde vorübergehend auch ein Zufahrtsweg in den Wald abgesperrt. Nach bisherigem Stand ist eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen. Die Löscharbeiten sind derzeit weiterhin im Gange; wann diese abgeschlossen sein werden, ist derzeit noch nicht absehbar. "Es werden noch Nachlöscharbeiten und Prüfungen stattfinden müssen", sagt Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna und fügt an. "Es wird eine lange Nacht werden."
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Noch ist unklar, ob die einzelnen Brandstellen in einem Zusammenhang stehen. "Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Wir können eine Brandstiftung derzeit nicht ausschließen", sagt Christopher Leidner, Pressesprecher Polizeipräsidium Südosthessen, und gibt Entwarnung. "Es besteht keine akute Gefahr für die Bevölkerung". Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat beziehungsweise Hinweise zur Entstehung der Brände geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 06181 100-123 bei der Hanauer Kriminalpolizei zu melden. (pm/jk) +++