Jede Hilfe zu spät

Tödlicher Ausgang - Auto nach Unfall lichterloh in Flammen

Auf der Landstraße L3378 vom Fuldaer Stadtteil Lehnerz in Richtung Michelsrombach kommend kam es zu einem Alleinunfall eines Pkws.
Fotos: Rene Kunze

10.08.2026 / HÜNFELD - Dramatischer Einsatz am Sonntagnachmittag: Gemeldet war eine eingeklemmte Person nach einem Verkehrsunfall. Doch als die Rettungskräfte auf der L3378 zwischen Fulda-Lehnerz und Hünfeld-Michelsrombach eintreffen, brennt der Pkw lichterloh - und auch auf den Wald haben die Flammen übergeschlagen. Der 78-jährige Fahrer erliegt im Krankenhaus seinen Verletzungen.



Gegen 15:40 Uhr war der Notruf eingegangen: Alleinunfall, ein Fahrzeug, eine Person eingeklemmt. Schon auf der Anfahrt die weitere Info: Der Wagen steht im Vollbrand - mitten in einem Waldgebiet im Grenzbereich zu Hünfeld im Landkreis Fulda. Ersthelfer eilten dem Fahrer zur Hilfe - so konnte er noch vor Eintreffen der Feuerwehr befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Dennoch starb er im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls.

Vermutlich aufgrund eines akuten medizinischen Notfalls kam der 78-Jährige mit seinem Pkw nach links von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug geriet zunächst in einen Straßengraben. Ohne eine Reaktion des Fahrers steuerte der Wagen weiter geradeaus und prallte schließlich frontal gegen einen Baum. Direkt nach dem Zusammenstoß begann der Mercedes im Motorraum zu brennen. Geistesgegenwärtige Ersthelfer reagierten sofort und bargen den bewusstlosen Mann aus dem Wrack.

Nicht nur das Fahrzeug geriet in Brand. Vom brennenden Fahrzeug sprangen die Flammen auf den angrenzenden Wald über. "Wir sind natürlich nicht von einem Waldbrand ausgegangen und hatten dementsprechend erst mal wenig Löschwasser dabei", schildert Einsatzleiter Bernd Gottschalk, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Fulda, die Anfangsphase. Wer zu einer eingeklemmten Person ausrückt, rüstet sich schließlich nicht für einen Vegetationsbrand. Die Konsequenz: Noch während die ersten Kräfte am Unfallort eintrafen, wurde bereits ein weiteres Löschfahrzeug nachalarmiert.

Im Einsatz: 22 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen

Am Ende waren 22 Kräfte mit fünf Fahrzeugen im Einsatz, um Auto- und Vegetationsbrand unter Kontrolle zu bringen. Vor Ort waren die Feuerwehr Fulda-Nord und Fulda-Mitte, der Rettungsdienst sowie eine Streife der Polizei. Die L3378 war zeitweise in beide Richtungen komplett gesperrt. Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde ein Gutachter beauftragt. (jk/mmb) +++

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