Drei Tage Bier, Burger und beste Stimmung

Aus Hobby wurde Job: Hunfelt Braeu feiert sechstes Bierfest

Hunfelt Bräu feiert in diesem Jahr das sechste Bierfest.
Fotos: Bernd Vogt

08.08.2026 / BURGHAUN - Zum sechsten Mal hat die Brauerei HUNFELT BRAEU zu ihrem Bierfest nach Burghaun geladen. Vom 7. bis 9. August dreht sich am Grubener Weg drei Tage lang alles rund um Bier, gutes Essen und gemeinsames Feiern – bei freiem Eintritt und mit dem Versprechen "lecker & regional". Anlass ist wie immer der Internationale Tag des Bieres, und schon zum Auftakt am Freitag stimmten Sonne und Stimmung.


Aus einem Hobby wurde eine Brauerei

Hinter HUNFELT BRAEU stehen drei Freunde: Dominik Mauler, Christian Kiel und Sebastian Gärtner. "Wir haben uns immer mal für ein neues Hobby interessiert – und dabei ist das Bierbrauen herausgekommen", erzählt Dominik Mauler. Aus der Spielerei wurde Ernst: Erste Brauversuche gab es 2017, die Firma wurde 2019 gegründet, 2020 ging man an den Markt. "Wir sind schon ganz ordentlich gewachsen", so Mauler. "Jetzt sind wir sechs Jahre am Markt und haben uns stetig gesteigert. Das Fest ist von Jahr zu Jahr größer geworden."

Start mitten in der Pandemie

Der Marktstart fiel in eine denkbar schwierige Zeit. "Wir haben im Juni 2020 hier am Hof eröffnet – kurz vor der Pandemie", erinnert sich Mitgründer Christian Kiel. Von zwei geplanten Offline-Tastings konnte nur eines stattfinden. Die Brauerei sattelte kurzerhand um: "Dann haben wir pandemiemäßig Online-Tastings gemacht." Gemeinsam mit einem regionalen Marketing-Netzwerk verschickte man die Bierpakete per Post – rund 90 Stück – und übertrug die Verkostungen samt DJ und Moderation direkt aus der Brauerei. "Das war ganz cool", so Kiel. "Dadurch sind wir auch relativ viel im Versandhandel gelandet, was wir eigentlich gar nicht wollten." Bis heute betreibt die Brauerei einen eigenen Online-Shop.

Fasskunden, Gastronomie – und ein Blick über die Region

Aktuell laufe es sehr gut, berichtet Kiel. Besonders wichtig seien die Fasskunden in der näheren Umgebung: "Für uns sind Fasskunden sehr wichtig, um Bierumsatz zu machen – und gleichzeitig ist es Werbung. Einige, die das Bier in der Gastronomie getrunken haben, kommen dann hierher, bestellen online oder kommen zum Bierfest." Nach dem angekündigten Rückzug von Tegut, wo HUNFELT BRAEU gelistet war, richtet sich die Brauerei neu aus und hat zusätzliche Edeka-Märkte gewonnen. Interessant sei dabei die Nachfrage aus dem benachbarten Bayern, etwa aus dem Raum Bad Kissingen. "Das ist total untypisch", sagt Kiel – aber ein erfreulicher Nebeneffekt.

Zehn eigene Sorten und ein besonderes Special

Wer das Fest besucht, kann sich durch das gesamte Sortiment probieren. "Wir haben aktuell zehn eigene Sorten hier im Ausschank – fünf untergärige und fünf obergärige", erklärt Mitgründer Sebastian Gärtner. Sechs davon gibt es vom Fass, den Rest aus der Flasche. Für Unentschlossene gibt es einen Fünfer-Taster zum Durchprobieren. Die beliebteste Sorte steht dabei fest: "Das ist unser Heller Keller." Auch die untergärigen Biere wie das Landbier Waldkönig und das Pils Hühnerhahn seien gefragt.

Zum Fest hat Gärtner ein besonderes Special im Angebot: ein Bier, das gemeinsam mit einem Braufreund in Schotten gebraut wird, sowie ein Radler einer befreundeten Rhön-Brauerei.

Ein Name mit Geschichte: "Zappendüster"

Eine schöne Tradition ist die Namenssuche für neue Biere – schließlich tragen alle Sorten eigene Namen wie Heller Keller, Hühnerhahn oder Waldkönig. Für ein dunkles Bier suchte die Brauerei beim letztjährigen Fest per Wettbewerb einen Namen und erhielt über 150 Vorschläge. Nach mehreren Auswahlrunden fiel die Entscheidung: "Wir haben uns für den Namen Zappendüster entschieden", so Gärtner. Die Gewinnerin des Namenswettbewerbs war auch beim diesjährigen Fest wieder mit dabei.

Das Programm: Von der Rocknacht bis zum Familientag

Für das erweiterte XXL-Festzelt – in diesem Jahr noch einmal vergrößert – haben sich die Brauer ein abwechslungsreiches Programm überlegt.

Den Auftakt bildete am Freitag ab 15 Uhr die Rocknacht. Für die Frühentschlossenen gab es von 15 bis 17 Uhr das Early-Bird-2+1-Special auf Bier, dazu Leckereien vom Grill. Ab 18 Uhr sorgte die Band HORNY NAILS für ordentlich Rabatz.

Am Samstag geht es ab 17 Uhr mit dem Burgerabend weiter. Kulinarisch übernimmt das Team von deMatze aus der Region mit Burgern, Pulled-Beef und Würstchen, dazu gibt es Livemusik von der Band Auszeit mit Stefan Wagner – längst ein Stammmusiker beim HUNFELT BRAEU.

Der Sonntag steht ab 11 Uhr mit Frühschoppen ganz im Zeichen des Familientags. Für die jüngsten Gäste gibt es eine Hüpfburg, verschiedene Spiele und einen "Hau den Lukas", zum Essen frisch gebackene neapolitanische Pizza und Grillspezialitäten. Ein besonderer Anreiz ist die Fahrrad-Aktion: Wer mit dem Rad anreist, bekommt ein Radler oder ein alkoholfreies Getränk gratis. Die Aktion kommt gut an – vor zwei Jahren reiste sogar eine Familie eigens mit dem Fahrrad aus Niederbieber an. Bis etwa 20 Uhr kann an diesem Tag noch gefeiert werden.

Kulinarik aus der Region

Auch beim Essen setzt HUNFELT BRAEU auf regionale Partner. Verwöhnt werden die Gäste mit Produkten der Fleischerei Seng aus Steinbach, der Bäckerei Bock aus Schenklengsfeld und dem Catering von deMatze am Samstag. Dazu kommen die hauseigenen Limonaden.

Das Highlight des Jahres

Für die drei Gründer ist das Bierfest der Höhepunkt im Kalender. "Das ist eigentlich unser Haupt-Event im Jahr", sagt Kiel. Zwar ist die Brauerei auch bei anderen Gelegenheiten präsent, doch das große Fest gibt es nur einmal jährlich. Und Dominik Mauler zog schon am Freitag ein zufriedenes Zwischenfazit: "Das Wetter passt, die Stimmung stimmt – dann wollen wir mal gucken, was heute noch kommt." (Marvin Hucke) +++

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