Anwohner kennen sie längst

Schnabel trifft Autolack: Wildes Pfauenpaar hält Wohngebiet auf Trab

Ein Pfauen-Duo hat es sich in einem Wohngebiet in Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) gemütlich gemacht.
Symbolbilder: O|N/Maurice Schumacher/Tizia Wegfahrt

11.08.2026 / GROßKROTZENBURG - Die etwas anderen tierischen Nachbarn: In Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) haben es sich seit etwa drei Jahren zwei wild lebende Pfauen gemütlich gemacht. Ihr Revier: ein Wohngebiet. Besonders während der Balzzeit sorgt das Männchen jedoch immer wieder für Ärger: Entdeckt es sein Spiegelbild im Lack geparkter Autos, greift es den vermeintlichen Rivalen kurzerhand mit Schnabelhieben an.



"Frieda" und "Fridolin" sorgen als Duo rund um die Spessartstraße und die Augustastraße seit Jahren für Aufmerksamkeit. Woher sie ursprünglich stammen, ist bis heute unklar. Bekannt sind sie vor Ort allemal. Während viele Anwohner die Wildtiere dulden und ihre Anwesenheit sogar ganz nett finden, sehen andere die Situation eher kritisch.

Wie eine Sprecherin des Ordnungsamtes gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt, bemüht sich die Gemeinde um eine Lösung des Problems. Dabei stehe das Tierwohl im Mittelpunkt. "Wir haben natürlich viel recherchiert und uns fachkundige Meinung eingeholt bei Tierärzten und -pflegern. Die Pfauen sollen künftig artgerecht leben, doch das Einfangen gestaltet sich alles andere als einfach - schließlich müssen wir dafür auch Privatgrundstücke betreten."
Hinzukommt, dass das Weibchen Nachwuchs bekommen hat und sich etwas aus dem Geschehen zurückgezogen hat. Ein Küken wurde wohl schon gesichtet.

Gemeinde benötigt Unterstützung

Bereits in einem veröffentlichten Schreiben auf der Homepage der Gemeinde Ende Juli wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Dort heißt es: "Nachdem die bisherigen Einfangversuche leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, soll nun ein neuer Versuch unternommen werden. Damit dieser gelingt, ist die Gemeinde auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen." Hilfreich seien Hinweise zu den genauen Aufenthaltsorten der Tiere, insbesondere in geschützten Bereichen wie Schuppen, Garagen, Scheunen oder ähnlichen Gebäuden. Auch Informationen zum Fütterungsverhalten könnten von Bedeutung sein. "Jede Beobachtung kann dabei helfen, den Aufenthaltsbereich der Tiere einzugrenzen und den nächsten Einfangversuch gezielt vorzubereiten."

Mit offenen Augen der Bürgerinnen und Bürger könnte die Geschichte schon bald ein gutes Ende für Mensch und Tier nehmen. Letztendlich wünschen sich alle Beteiligten doch dasselbe: ein gutes Zuhause für die Pfauen-Familie. (mkr) +++

Woher die Tiere stammen, ist unklar.

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