"Feuerwehr muss schlagkräftig bleiben"
Neue Drehleiter: Innenminister Poseck übergibt Bescheid von 280.000 Euro
Foto: Klaus Mendrzick / HMdl
06.08.2026 / HOMBERG (OHM) -
Innenminister Roman Poseck hat heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 282.800 Euro für die Beschaffung einer neuen Drehleiter mit Korb an die Stadt Homberg (Ohm) im Vogelsbergkreis übergeben. Die neue Drehleiter wird ein zentrales Element des technischen Fuhrparks und trägt wesentlich zur Schlagkraft und Sicherheit der örtlichen Einsatzkräfte bei.
Innenminister Roman Poseck betonte vor Ort: "Die Freiwilligen Feuerwehren sind eine tragende Säule unseres Brand- und Katastrophenschutzes. Tag für Tag leisten die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte einen unverzichtbaren Dienst für die Sicherheit der Menschen in Hessen. Damit sie ihre anspruchsvollen Aufgaben auch künftig zuverlässig erfüllen können, benötigen sie eine moderne und leistungsfähige technische Ausstattung.
Die Freiwillige Feuerwehr Homberg (Ohm) besteht aus insgesamt 14 Stadtteilfeuerwehren mit rund 320 aktiven Einsatzkräften. Hinzu kommen neun Jugendfeuerwehren mit insgesamt 80 Mitgliedern sowie eine Kinderfeuerwehr mit mehr als 20 Mitgliedern. Darüber hinaus engagieren sich rund 60 Angehörige in der Ehren- und Altersabteilung. Im Jahr 2025 rückten die Einsatzkräfte zu insgesamt 168 Einsätzen aus.
Wichtiges Zeichen nach dem Brand in Lauterbach
Eine Drehleiter mit Korb gehöre laut Poseck zu den wichtigsten Einsatzmitteln einer Feuerwehr. Sie sei unverzichtbar für die Menschenrettung aus höheren Stockwerken, die Brandbekämpfung über Dächer und Fassaden sowie zahlreiche technische Hilfeleistungen. Die bisherige Drehleiter der Feuerwehr Homberg (Ohm) stammt aus dem Jahr 1990 und hat über 35 Jahre wertvolle Dienste geleistet. Mit der Ersatzbeschaffung erhält die Feuerwehr nun ein Fahrzeug, das den heutigen technischen und einsatztaktischen Anforderungen entspricht und den Einsatzkräften noch bessere Arbeitsbedingungen bieten soll.Die Feuerwehr muss schlagkräftig bleiben
Mit der Förderung investiere man gezielt in die Sicherheit der Bürger und stärke zugleich die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren im Landkreis. "Moderne Fahrzeuge erhöhen nicht nur die Schlagkraft der Einsatzkräfte, sondern verbessern auch deren Eigenschutz. Die Landesregierung steht fest an der Seite der Feuerwehren und unterstützt die Kommunen dabei, ihre Ausstattung zukunftsfähig aufzustellen", betonte der Innenminister."Mein besonderer Dank gilt den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr Homberg (Ohm). Ihr ehrenamtlicher Einsatz verdient höchste Anerkennung und Respekt. Sie sind rund um die Uhr bereit, Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen. Auf dieses Engagement können sich die Bürger jederzeit verlassen", lobte er abschließend die Feuerwehrleute.
Gezielte Förderung des Brandschutzes
Mit der Erhöhung der Garantiesumme im Brandschutz hat das Land Hessen die Förderung der Feuerwehren nochmals deutlich gestärkt. Davon profitiert auch der Vogelsbergkreis: In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt 14 Fahrzeuge und zehn bauliche Maßnahmen mit mehr als 1,4 Millionen Euro durch das Land gefördert. Allein im vergangenen Jahr unterstützte das Land sieben Fahrzeuge und zwei bauliche Maßnahmen mit insgesamt mehr als 775.000 Euro. Die Stadt Homberg (Ohm) hat in dem Zeitraum von 2020 bis 2025 sechs Förderungen mit einem Gesamtvolumen von rund 470.000 Euro erhalten.Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.