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Acht neue Windräder: Großbaustelle auf der Wippershainer Höhe läuft

Auf der Wippershainer Höhe laufen die Bauarbeiten für insgesamt acht neue Windkraftanlagen.
Fotos: Marvin Myketin

07.08.2026 / SCHENKLENGSFELD - Baugruben werden ausgehoben, Waldwege für schwere Fahrzeuge verstärkt und ein beliebter Wanderweg ist bereits umgeleitet: Auf der Wippershainer Höhe nimmt ein neuer Windpark sichtbar Gestalt an. Seit Anfang Juli laufen die Bauarbeiten für insgesamt acht Anlagen. Bis dort erstmals Strom erzeugt wird, dauert es allerdings noch bis Ende 2027 oder Anfang 2028.



Betreiber des Windparks ist Qualitas Energy. Verantwortlich für die Umsetzung vor Ort ist Bauprojektleiter Niels Kusserow. Er begleitet das Vorhaben vom ersten Erdaushub bis zum späteren Rückbau der Baustelleneinrichtungen.

Erste Baugruben bereits ausgehoben

Derzeit werden vor allem die acht Anlagenstandorte vorbereitet. Dafür wurde zunächst der Oberboden abgetragen. Mit umfangreichen Erdbewegungen sollen ebene und ausreichend tragfähige Flächen für die Windräder entstehen. "Wir haben zunächst den Oberboden an allen Standorten abgetragen und einen Massenausgleich vorgenommen. Dabei wurde Erdreich von einer Stelle zur anderen gebracht, um gerade Flächen herzustellen. Teilweise sind auch schon die Baugruben für die Fundamente ausgehoben", erklärt Kusserow.

Die Anlagen sollen jeweils eine Nabenhöhe von 164 Metern erreichen. Gemessen wird dabei bis zur Mitte des Rotors – die darüber hinausragenden Rotorblätter sind in dieser Angabe noch nicht enthalten. Für die Standorte und die dazugehörigen Bauflächen werden insgesamt rund acht Hektar benötigt.

Waldwege werden für Schwertransporte verstärkt

Zusätzliche Straßen sollen für den Windpark nicht gebaut werden. Stattdessen werden die vorhandenen Wege im Wald verbreitert und mit weiterem Material verstärkt. Sie müssen künftig sowohl den gewöhnlichen Baustellenverkehr als auch die schweren Spezialtransporte tragen können. "Die Wege im Forst sind bereits gut ausgebaut. Wir verstärken sie lediglich etwas, machen sie tragfähiger und verbreitern sie an einigen Stellen. Zusätzliche Rodungen nur für neue Wege sind nicht vorgesehen", betont Kusserow.

Die Transporte der großen Anlagenbauteile sollen voraussichtlich im Mai 2027 beginnen. Geplant ist eine Route über die B62 und die L3171, die an Schenksolz vorbei in Richtung Schenklengsfeld führt. Kurz hinter Schenksolz sollen die Fahrzeuge die Landesstraße verlassen und über bestehende Wege in das Waldgebiet gelangen. Auf den öffentlichen Straßen finden die Transporte größtenteils nachts statt. Dabei kann es zeitweise zu kleineren Sperrungen kommen.

Lulluspfad aus Sicherheitsgründen umgeleitet

Auch Wanderer müssen sich während der Bauphase auf Einschränkungen einstellen. Einige Waldwege sind bereits gesperrt. Der durch das Gebiet führende Lulluspfad wurde vorübergehend verlegt, "damit während der Arbeiten keine Wanderer unmittelbar an der Baustelle vorbeikommen", so der Projektleiter.

Eine größere Lärmbelastung für Wippershain erwartet Kusserow nicht. Auf der Baustelle seien vor allem Bagger, Planierraupen und andere gewöhnliche Baufahrzeuge unterwegs. Sprengungen oder Einsätze von Presslufthämmern seien nicht vorgesehen.

Fertigstellung im Frühjahr 2028 geplant

Nach dem aktuellen Zeitplan soll die letzte der acht Windkraftanlagen im Dezember 2027 in Betrieb genommen werden. Spätestens im Januar 2028 könnte der erste Strom fließen. Danach werden die Baustelleneinrichtungen zurückgebaut und die vorübergehend beanspruchten Flächen wiederhergestellt. Im Frühjahr 2028 soll das gesamte Projekt auf der Wippershainer Höhe abgeschlossen sein. (Constantin von Butler) +++

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