"Bleibt die Kirche im Dorf?"
Immobilienstrategie des Bistums: Infoabend im Bronnzeller Bürgerhaus
Fotos: Philipp Gerhard
06.08.2026 / FULDA -
Die Katholikenzahlen gehen stetig zurück - das gilt aber auch für die Zahl der Immobilien in den Kirchengemeinden. Darunter fallen nicht nur die Gotteshäuser an sich, sondern auch Pfarrhäuser und Pfarrheime. Nicht jedes Gebäude kann in Zeiten von steigenden Kosten und rückläufigen Kirchenmitgliedern so weiterfinanziert werden, wie bisher. Das gilt auch für die zukünftige "Pfarrei 18" und beispielsweise auch für die Pfarrei "St. Johannes der Täufer in Fulda". Aus diesem Grund fand im Bürgerhaus Bronnzell eine Infoveranstaltung statt, die die Immobilienstrategie des Bistums aufschlüsselte.
Die Pfarrei 18 soll 2030 gegründet werden und die Pfarreien "St. Lioba", "St. Flora" und "St. Johannes" vereinen. Sie hätte dann insgesamt 21 Kirchen, zehn Pfarrhäuser, neun Pfarrheime und zwölf Gebäude, die unter die Kategorie "sonstige" fallen. Die jeweiligen Gebäude werden vom Bistum in die Kategorien A, B und C unterteilt. Gebäude, die in die C-Kategorie fallen, bekommen zukünftig keine finanzielle Unterstützung mehr durch das Bistum. Im Falle der Großpfarrei gilt das für 10 Kirchen - also etwa die Hälfte.
Gehalten wurde der Vortrag von Werner Flohr und Harald Bockmühl aus dem Verwaltungsrat der der "St. Johannes"-Pfarrei. Die Begrüßung erfolgte durch Pfarrer Michael Oswald.
Wie wird kategorisiert?
Vorrangig gilt natürlich der Ist-Zustand des Gebäudes als entscheidender Faktor, sowie die pastorale Entwicklung und Notwendigkeit innerhalb der Pfarrei. Aber auch die historischen Aspekte, sowohl kunsthistorisch als auch städtebaulich und baufachlich, spielen in diese Entscheidung mit hinein. Weiterhin dürfen nicht die Kosten vergessen werden, die Rendite und weitere wirtschaftlich relevante Zuschusskriterien. Was bedeutet das konkret im Fall "Pfarrei Johannes der Täufer"
Was kann aus "C-Kirchen" werden?
Wenn man sie weiterhin als Solches nutzen möchte, muss der Gemeinde klar sein, dass die vollumfängliche Kostendeckung durch Spenden oder andere Einnahmen gedeckt werden muss. Auch die Verkehrssicherheit müsse gewährleistet sein. Die Möglichkeit der Fremdnutzung besteht natürlich ebenfalls. Kirchen können profaniert (entweiht) werden, wie beispielsweise die St.-Elisabeth-Kirche im Fuldaer Gallasiniring, die bald als Mensa für eine Schule dient. C-Gebäude könnten verkauft, verpachtet oder vermietet werden.