Hier schaut die Polizei besonders hin
25.775 Temposünder im Vorjahr: Die Speedweek in Hessen läuft
Archivfotos: O|N
05.08.2026 / REGION -
Wo die Polizei misst, bleibt geheim - kontrolliert wird dafür eine ganze Woche lang: Autofahrer müssen derzeit in ganz Hessen und damit auch in Osthessen verstärkt mit Blitzern rechnen. Seit Montag beteiligt sich die hessische Polizei an der europaweiten "Speedweek". Die Kontrollaktion läuft noch bis einschließlich Sonntag, 9. August.
Zum Einsatz kommen sowohl mobile als auch stationäre Anlagen. Eine Liste der Messstellen veröffentlicht die Polizei diesmal nicht. Verkehrsteilnehmer erfahren somit weder, an welchen Straßen noch zu welchen Uhrzeiten kontrolliert wird.
Schulen und Unfallstrecken im Fokus
Besonders genau hinschauen wollen die Einsatzkräfte auf Strecken, auf denen es häufig zu Verkehrsunfällen kommt. Auch im Umfeld von Schulen, Krankenhäusern und Baustellen sind verstärkte Geschwindigkeitskontrollen vorgesehen. In Osthessen könnten damit neben Autobahnen und Bundesstraßen auch innerörtliche Bereiche sowie bekannte Gefahrenstellen in den Fokus rücken. Mehr als 25.000 Verstöße festgestellt
Wie umfangreich die Speedweek ausfallen kann, zeigt die Bilanz aus dem vergangenen Jahr. 2025 kontrollierte die hessische Polizei mehr als 813.000 Fahrzeuge. Dabei wurden rund 25.775 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Landesweit waren mehr als 1.000 Polizeibeamte an den Kontrollen beteiligt. Die Aktion soll jedoch nicht ausschließlich dazu dienen, möglichst viele Temposünder zu erwischen. Die Polizei will Verkehrsteilnehmer auch dauerhaft für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit sensibilisieren. "Wir wollen mit der Speed-Week für verantwortungsbewusstes Fahren sensibilisieren", erklärte Poseck. Punkte und Fahrverbote drohen
Wer das Tempolimit überschreitet, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Bereits bei bis zu zehn Kilometern pro Stunde zu viel werden innerorts 30 Euro fällig. Ab einer Überschreitung von 21 Kilometern pro Stunde droht zusätzlich ein Punkt in Flensburg. Bei deutlich höherem Tempo können außerdem Fahrverbote verhängt werden.