Das Nötigste in Ausnahmesituationen

Musteraufbau für den Ernstfall: Katastrophenvorsorge im Gemeindezentrum

Die Mitglieder des Neuhofer Verwaltungsstabs und das Team des Landkreises Fulda beim Musteraufbau im Gemeindezentrum Neuhof.
Fotos: Erik Möller / Gemeindeverwaltung Neuhof

04.08.2026 / NEUHOF - Wie lässt sich innerhalb kurzer Zeit eine Anlaufstelle für Menschen in einer Krisensituation schaffen? Diese Frage wurde am Mittwoch, dem 29. Juli, im Gemeindezentrum Neuhof ganz praktisch beantwortet. Zusammen mit dem Landkreis Fulda hat die Gemeinde Neuhof dort beispielhaft einen "kommunalen Betreuungsplatz 50" und einen "Katastrophenschutzleuchtturm" aufgebaut.



Paul Drexler vom Fachdienst Gefahrenabwehr des Landkreises Fulda stellte den Mitgliedern des Neuhofer Verwaltungsstabes sowie Vertreterinnen und Vertretern von insgesamt zehn Kommunen die vorgesehenen Strukturen und deren Funktionen vor. Die Gäste erhielten dabei praktische Anregungen für den eigenen Katastrophenschutz und konnten sich über verschiedene Lösungen austauschen.

Für das Grundlegende ist gesorgt

Der Betreuungsplatz 50 soll im Falle einer Katastrophe kurzfristig bis zu 50 betroffene Personen aufnehmen und versorgen können. Zum Musteraufbau gehörten zum Beispiel ein abgetrennter Schlafplatz mit Feldbetten, eine Sanitätsstation, eine Funkstation, eine Ladestation für elektrische Geräte, Bereiche für Aufenthalt und die Bereitstellung von aktuellen Informationen sowie bei Bedarf Möglichkeiten zur Zubereitung und Ausgabe von Verpflegung.

Der Katastrophenschutzleuchtturm dient zum Beispiel bei Stromausfällen oder ausgefallener Kommunikation als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. Hier können Notrufe abgesetzt und weitergeleitet sowie verlässliche Informationen ausgegeben werden. Beim Musteraufbau hat sich gezeigt, dass sich solche Anlaufstellen effizient einrichten lassen. Vier Personen benötigten lediglich rund eineinhalb Stunden, um alle Bereiche für den Leuchtturm und den Betreuungsplatz aufzubauen.

"Wir bauen genau solche Strukturen vorab auf und machen uns mit ihnen vertraut, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und wir schnell handlungsfähig sind", erklärt Bürgermeister Heiko Stolz. Mit guter Vorbereitung und überschaubarem Aufwand ließen sich so funktionierende Anlaufstellen schaffen. (pg/pm) +++





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