Für Menschenwürde und Dialog

Bistum distanziert sich ausdrücklich von Pfarrer Abels Äußerungen

Das Bistum Fulda distanziert sich ausdrücklich von den jüngsten Äußerungen von Pfarrer Windried Abel
Foto: O|N-Archiv

01.08.2026 / FULDA - Das Bistum Fulda distanziert sich ausdrücklich von den Äußerungen des Fuldaer Pfarrers im Ruhestand Winfried Abel (Leserbrief in der Fuldaer Zeitung vom 31.07.2026) im Zusammenhang mit dem Christopher Street Day (CSD). Sie geben weder die Position des Bistums noch die Haltung seiner Verantwortlichen wieder.



Insbesondere jede Deutung eines terroristischen Anschlags als Ausdruck eines göttlichen Handelns weist das Bistum entschieden zurück. "Angesichts der verbrecherischen Tat am vergangenen Samstag gilt unsere Anteilnahme den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die durch die Tat erschüttert wurden. Es kann und darf nicht hingenommen werden, dass in unserem Land Menschen sich aufgrund ihrer sexuellen Identität als existenziell bedroht erleben", gibt die Pressestelle des Bistums in einem Statement zu den umstrittenen Äußerungen Abels bekannt.

"Als Kirche glauben wir, dass jeder Mensch Ebenbild Gottes ist und eine unveräußerliche Würde besitzt. Daraus erwächst der Auftrag, allen Menschen mit Achtung, Respekt und Nächstenliebe zu begegnen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Wo Menschen ausgegrenzt, diskriminiert oder bedroht werden, darf uns das nicht gleichgültig lassen. Hier sind die unterschiedlichen Kräfte unserer Gesellschaft gefordert, ihren jeweiligen Beitrag zu leisten, damit alle Menschen in unserem Land in Würde und Freiheit leben.

Der Christopher Street Day steht für das Anliegen, auf die Würde aller Menschen aufmerksam zu machen und sich gegen Ausgrenzung und Gewalt einzusetzen. Das Bistum Fulda unterstützt das friedliche Engagement für eine offene, respektvolle und freiheitliche Gesellschaft. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Christopher Street Day wünschen wir einen friedlichen Verlauf und einen respektvollen Dialog", so das Bistum. (ci/pm)+++


Foto (Archiv): Bistum Fulda / Burkhard Beintken


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