460.000 hessische Jobs in Gefahr
VhU warnt vor Minijob-Aus: Hunderttausende Stellen in Hessen gefährdet
Symbolfoto: O|N
03.08.2026 / REGION -
Im Juli 2026 waren in Hessen über 215.000 Personen arbeitslos, 6700 mehr als im Vormonat. Der Arbeitsmarkt bleibt damit weiterhin angespannt und eine Trendwende ist nicht in Sicht.
"Die Bundesregierung sollte nicht wie von der Rentenkommission empfohlen Minijobs durch immer höhere Abgaben faktisch abschaffen, weil damit eines der wenigen Flexibilitätsinstrumente im deutschen Arbeitsmarkt beseitigt und hunderttausende Jobs in Hessen gefährdet würden. Denn über 460.000 Minijobber in Hessen arbeiten nur im Nebenerwerb oder etwa als Rentner oder Studenten und können oder wollen nicht Vollzeit arbeiten. Eine Abschaffung der Minijobs würde deshalb kaum zusätzliche Vollzeitkräfte mobilisieren, sondern stattdessen die Schwarzarbeit bundesweit um schätzungsweise 25 Milliarden Euro im nächsten Jahr nach oben treiben", erklärte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU)
Die VhU vertritt die branchenübergreifenden Interessen von 82 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden in Hessen, in denen über 100.000 Unternehmen mit 1,5 Millionen Beschäftigten Mitglied sind. Alle Unternehmensgrößenklassen und alle Branchen sind vertreten: von Landwirtschaft und Rohstoffen über Bau, Industrie, Handel und Energie bis zu Handwerk, Verkehr, Banken, Versicherungen, Medien und IKT sowie weitere Dienstleistungen.Die VhU ist die Stimme der freiwillig organisierten hessischen Wirtschaft. Sie bündelt die gemeinsamen politischen Anliegen ihrer Mitgliedsverbände. Sowohl für die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) als auch für den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist die VhU die Landesvertretung in Hessen. (jk/pm) +++