Polizei sucht Täter

Exhibitionisten-Vorfälle in Fulda: Wie Betroffene sich schützen können

Gleich zwei Vorfälle von Exhibitionisten gab es am vergangenen Samstag. Die Polizei Osthessen gibt Handlungstipps, wie sich Betroffene verhalten soll.
Archivfotos: Marvin Myketin

01.08.2026 / FULDA - In Fulda und Umgebung kam es in letzter Zeit zu Exhibitionismus-Vorfällen. In gleich zwei Fällen vom vergangenen Wochenende sucht die Polizei derzeit nach Zeugenaussagen zur Tat. Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS erklärt die Polizei, wie sich Betroffene in solchen Fällen verhalten sollten.


Gleich zwei Vorfälle meldet die Polizei vom 25. Juli. Im Stadtteil Künzell-Bachrain in der Grezzbachstraße entblößte gegen 19:30 Uhr eine männliche Person ihr Geschlechtsteil gegenüber einer Rentnerin, die mit ihren Enkelkindern unterwegs war. Nur wenige Stunden später kam es zu einem sehr ähnlichen Vorfall in der Fuldaer Buttlarstraße, diesmal zwei jungen Frauen gegenüber. In beiden Fällen waren die Täter männlich und um die 20 Jahre alt.

Leichter Anstieg an Vorfällen

"Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einer leichten Steigerung von Delikten wie Exhibitionismus, Erregung öffentlichen Ärgernisses sowie sexuellem Missbrauch von Kindern ohne Körperkontakt mit dem Kind (Vornahme sexueller Handlungen vor einem Kind) im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Fulda", so ein Pressesprecher gegenüber O|N.

In allen Fällen seien die Täter männlich, wie die Polizei bestätigt, die Opfer zumeist weiblich. Von einer Häufung an Vorfällen wollte die Polizei trotz der beiden Ereignisse am vergangenen Samstag jedoch nicht sprechen. Gleichzeitig verstehe man, dass diese Delikte "Unsicherheit und Ängste" auslösen würden.



Entsprechend gibt die Polizei klare Empfehlungen, wie Betroffene mit einer solchen Situation umgehen sollen. Als essenziell sieht die Polizei, keine Reaktion gegenüber den Tätern zu zeigen: "Täter suchen die Schreckreaktion oder Aufregung ihres Opfers. Ignorieren Sie das Verhalten, wenn möglich, und tun Sie so, als ob Sie es nicht bemerken. Exhibitionisten meiden nach kriminologischer Erfahrung meistens einen körperlichen Kontakt mit ihren Opfern."

Darüber hinaus sei es wichtig, die Distanz zum Täter zu wahren und nach Möglichkeit andere Passanten auf sich aufmerksam zu machen. Als kurze Merksätze gibt die Polizei zu Protokoll: "Abstand halten – Ort verlassen – keine Reaktion zeigen – Hilfe holen".

Tat anzeigen, um weitere Fälle zu vermeiden

Gleichzeitig gibt die Polizei Tipps, wie man sich nach dem Vorfall verhalten sollte. Neben der Alarmierung der Polizei sollten sich Betroffene möglichst viele Details zum Täter merken. Eine polizeiliche Anzeige liegt demnach im Ermessen des Opfers. In Kombination mit einer guten Täterbeschreibung sei sie jedoch wichtig, da sie bei der erfolgreichen Identifizierung des Täters weitere Straftaten verhindern könne, so ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen.

Hinweise in beiden Fällen bitte an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de (kru) +++

Betroffene sollten sich bei Passanten Hilfe holen und den Vorfall der Polizei melden.

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